R d E - Revolution der Erben

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 3 - Gefährliche Situationen

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Jonal
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Di 20 Dez 2011 - 7:46

Naiiro räusperte sich. „Alllso!“ begann er bedächtig. „Also haben wir es hier mit einem Verrückten zu tun, der die Welt beherrschen will. Dass dieses ausgerechnet mit Drachen geschehen soll, behagt mir nun ganz und gar nicht.“

Jonal klopfte Naiiro freundschaftlich gegen die Flanken. „Mir auch nicht, mein Lieber, mir auch nicht. - Na’i, hast du noch mehr gesehen, ich meine: etwas, was darauf hindeuten könnte, wie wir so einen Kampf, denn darauf läuft es ja sicher hinaus, bestehen könnten? Tatsache ist ja auch, dass wir immer noch nicht wissen, wo Silberglanz steckt.“


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Mor'anh
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Di 20 Dez 2011 - 7:57

„Doch, das weiß ich. Im Auge des Taifuns!“

„Auge des Taifuns?“ Der Alte starrte sie ungläubig an. „Sag Kind, was hat das zu bedeuten?!“

Na’i seufzt erschöpft. „Es ist der Kristallpalast des Bösen und hat die Form eines riesigen Diamanten. Und es ist das Zentrum der Macht, welches nur noch EINES FEHLT, UM ALLES ZU SEIN!!!“ Die letzten Worte hatte sie sehr zornig ausgesprochen und man merkte, dass sie fast am Ende war mit ihren Visionen. Helfende Hände sprangen herbei, als sie von ihrem Platz kippte.

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Jonal
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Di 20 Dez 2011 - 8:08

Jonal war auch gleich zur Stelle, um mit anzufassen. Er mochte sie sehr und es tat ihm unendlich leid, dass er nicht bei ihr bleiben konnte. Denn sein Entschluß war zwar eben erst gefasst, aber stand trotzdem schon fest. Er brauchte nur auf Naiiro’s Gedankengänge zu hören und ihm in die Augen blicken, dann wusste er alles: Na’i hatte sich verausgabt. Und hatte trotzdem Schlüsselworte genannt. Das Zentrum der Macht. Der Kristall. Es kam ihnen verdächtig bekannt vor. Fehlte nur noch das Amulett.

„Wir wissen jetzt genug“, meinte Jonal dann wie beiläufig und stand auf. „Naiiro und ich werden uns jetzt wieder auf die Reise machen. Wir wollen nämlich noch zu Ronel und Minto.“

Trotz vieler Beteuerungen, sie wären willkommen und könnten doch über Nacht bleiben, lehnten beide dankend ab, verabschiedeten sich, wobei sie versprachen, so schnell wie möglich zurück zu kommen, und flogen ab.

„Du Naiiro, dass mit dem Amulett hat sie wohlweislich nicht erwähnt. Oder?“

„Denke ich auch. Aber sie wusste, dass wir es wissen.“


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Ronel
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Mi 28 Dez 2011 - 4:33

Antworten

Zeilen Vorrücker„Nun.“ begann Ronel, „Du erzählst da etwas von schwarzen Drachen aus Visionen deiner Schwester . Ich hoffe, die haben nichts mit denen von damals, aus den ersten Kriegen gemein. Die sind - beziehungsweise waren – schreckliche Kreaturen. Wir konnten sie damals gerade noch so davor aufhalten alles zu zerstören und sich den Platz von den Völkern auf Almoria zu eigen zu machen.“, er schaute kurz auf die Tischplatte, an dessen Tisch er und die anderen gerade saßen. „Ich.“, Ronel machte eine knappe Pause und schaute dann wieder zu Mor'anh, „Ich wollte diese Ereignisse vergessen - dies konnte ich aber nie. Die Momente als Abenteurer war die aufregendste Zeit in meinem Leben und ich kann sie jetzt endlich wiederholen. Aber das tut hier jetzt nichts zur Sache. Der Sand ist wirklich merkwürdig. Den habe ich in ganz Thoranien noch nicht gesehen. Die Strände hier im Land sind aus Sauberen weißen Sand. Dieser jedoch wirkt schon leicht grau bis schwarz.
Minto, du beschäftigst dich doch immer mit der Natur. Weißt du da mehr?“
Zeilen Vorrücker Minto nahm den Sand in die Hand und überlegte.
„Hmmm. Schwarzer Sand entsteht meistens durch Vulkane. Ich muss mich entschuldigen, denn ich habe mich vielleicht geirrt. In Thoranien gibt es doch so ein ähnlichen schwarzen Sand. Nur nicht hier auf dem Festland. Auf Jutha, einer der südlichen Inseln unseres Landes, wo auch mein Onkel Frhei wohnt, gibt es schwarze Strände, die durch den erloschenden Vulkan Kathnyn entstanden sind. Ich würde jetzt annehmen das der Sand vielleicht aus Vulkangestein besteht.“
Zeilen Vorrücker„Da frage ich mich aber, wie soll dieser Sand hier hingekommen sein?“ wunderte sich Ronel. „Hier muss es doch noch einen Vulkan geben. Welcher Vulkan war es in dem wir damals das Amulett geworfen hatten? Der wurde ja scheinbar auf keiner Karte markiert. Mor'anh, hast du zufällig einen auf deiner Reise gesehen? Oder was sogar noch wichtiger ist. Ist dir auch etwas merkwürdiges wie
hier passiert? Ach, und das Buch. Es war irgendwann einfach so auf ein mal aus unerklärlichen Gründen verschwunden. Scheinbar sucht es sich seinen Besitzer selbst aus und es brauchte mich und Ronel nicht mehr. Dieses Buch ist nämlich kein normales Buch. Es wurde beziehungsweise wird nicht von Lebewesen unserer Welt geschrieben. Doch ist es aber mit ihr verbunden und noch nicht beendet.“

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Der einzige Groll, den man hier findet, ist der, den man selbst hegt.


Zuletzt von Ronel am Fr 2 März 2012 - 11:33 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Das Rätsel in der Bibliothek   Mo 2 Jan 2012 - 0:02

Kira: Das Rätsel in der Bibliothek


Kira hatte seinen beiden Freunden alles erzählt, was er erlebt hatte, als plötzlich Ronel vorschlug, noch mal in die Bibliothek zu gehen, um zu sehen, ob das Buch der Legenden und Prophezeiungen noch da war. Kira war zwar erstaunt gewesen, dass Ronel Zweifel gehabt hatte, erklärte sich aber einverstanden. Unterwegs erklärte Ronel ihm dann, dass das Buch ein selbstständiges Buch wäre und dahin ging, wo es gerade Lust dazu hatte. Aber Kira hatte das ungläubige Kopfschütteln inzwischen aufgegeben, denn er hatte schon viel unwahrscheinlichere Dinge erlebt.



Während sie so erzählend und sogar lachend zur Bibliothek liefen, fiel ihnen nicht auf, dass hinter ihnen am Wegesrand neue Gestalten auftauchten. Sie erschienen aus dem Nichts und waren von einer auf die andere Sekunde da. Sie bewegten sich nicht. Konnten sie auch nicht, denn sie waren aus grauem Stein und ihre Gesichter ähnelten teuflischen Fratzen. Sie blieben am Wegesrand stehen und bildeten langsam eine Allee.



Die Empfangsdame wunderte sich, als Kira und seine Freunde die Bibliothek betraten. Denn sie wusste noch genau, dass beim letzten Besuch drei Jungen hinein, aber nur zwei hinaus gelaufen waren. Und jetzt wollten diese drei Jungen schon wieder rein, obwohl einer der drei noch drinnen sein musste. Energisch trat sie ihnen entgegen. „Du!“ Zornig über den Brillenrand schauend zeigte sie augenfunkelnd mit dem Finger auf Kira. „Wieso kannst du zweimal kommen, aber kein einziges Mal gehen!?“

Kira zuckte zusammen und wich einen Schritt zurück. „Ich ... äh ... also ...“, stammelte er und atmete erleichtert auf, als Ronel die Erklärung übernahm. „Das war so:“, begann er gestenreich. „Als wir uns informiert hatten, sind wir alle drei hinausgelaufen. Aber weil das so eine Aufregung hier drinnen war, entstand ein totaaales Durcheinander. Und in diesem Durcheinander wollten uns viele Menschen hinterher. Und es bildete sich ein Stau am Eingang, was sie vielleicht nicht bemerkt haben, weil sie ja die Bücher abstempeln mussten, welche jetzt in ziemlich großer Zahl auf ihrer Theke lagen. Und bei diesem Durcheinander haben sie unseren Freund sicher nicht gesehen, wie er seitwärts aus der Tür rannte. Habe ich recht?“

Kira zwinkerte erstaunt angesichts der langen Ausrede von Ronel; denn so kannte er seinen Freund noch nicht. Aber auch die Empfangsdame war beeindruckt. Als dann noch Ronel sein freundlichstes Lächeln aufsetzte, zuckte sie nur leicht mit den Schultern, drehte sich mit den Worten „Oja, das kann passieren.“ um und lief zu ihrem Platz zurück. Erst später, als sie ihre Brille wieder zurecht rückte, dachte sie: „Aufregung? Aber hier war doch überhaupt keine Aufregung!“

Kira und die beiden Thora rannten unterdessen die Treppen wieder hoch und runter, bis sie wieder in den Raum der Geschichte kamen. Dort blieben sie abrupt stehen, denn vor ihnen auf dem Lesetisch lag aufgeklappt - das Buch der Legenden. Aufgeklappt mit der Seite, wo ein Gedicht geschrieben war.

Sofort stürzten sich die Drei auf das Buch und begannen zu lesen. Kira war als erster fertig und seufzte. „Aber das kenne ich doch alles“, meinte er und zuckte mit den Schultern. „Bis auf den Schluß“, fügte er aber noch schnell hinzu, als Minto ihn ungläubig anschaute.

„War es das, warum du davon sprachst, die Vergangenheit retten zu wollen?“ Minto schaute ihn durchdringend an. „Die Vergangenheit ist aber schon passiert. Da gibt es nichts mehr zu retten!“

„Doch. Bei Ahriman schon. Er ist zeitlos. Bei ihm ist es unwichtig, ob es in unserer oder vergangener oder zukünftiger Zeit geschieht. Bei ihm ist alles gleich.“

Ronel grübelte. „Das heißt also: Würde er meine Vorfahren in der Vergangenheit töten, würde ich gar nicht erst geboren werden und wäre – pffff – einfach weg.“ Er schnippte mit den Fingern und schaute ungläubig von einem zum anderen.

Kira nickte. „Und das müssen wir verhindern!“ Dann schaute er zu Boden und meinte leise: „Außerdem haben die schwarze Drachen mit ihren Reitern meine Eltern ermordet.“ Zornig hob er den Kopf wieder: „Und ich werde sie rächen!!!“

Ronel fasste Kira an der Schulter und schaute ihm ins Gesicht. „Du wirst nicht allein sein. Freunde sind füreinander da.“

Kira lächelte ihn dankbar an und spürte im gleichen Moment ein leichtes Vibrieren in seiner Hosentasche. Rasch holte er das Amulett heraus und klappte es auf. Ronel und Minto traten ängstlich einige Schritte zurück, kamen aber schnell wieder näher, als sie eine Stimme hörten. Und gleichzeitig sahen sie die winzige Erscheinung, die in dem Medaillon auftauchte.

„Hallo Silberglanz“, sagte Kira. „Wo bist du so lange gewesen?“

„Ich konnte nicht eher, weil er mich dauernd beobachtet, was ich mache“, kam die Antwort des Elben. „Aber ich mache es kurz: Ahriman hat Figuren aus der Allee befohlen, sich woanders hinzustellen. Wo, weiß ich noch nicht. Außerdem hat er die Reiter der schwarzen Drachen zu sich beordert. Ich habe das Gefühl, dass er einen Krieg plant.“

Die drei Freunde hatten staunend und schweigend zugehört. Ronel fasste sich als Erster: „Einen Krieg? Kann man den nicht verhindern?“

„Doch, kann man. Indem Kira ihm das Amulett gibt. Freiwillig.“

Kira starrte Silberglanz an. „Das Amulett hergeben? Nie und nimmer. Dann hätte Ahriman ja eine Macht, die grenzenlos ist!“

„Das ist zu befürchten. – Eine andere Möglichkeit wäre es, mich zu befreien!“

„Ja, aber ... wo steckst du!?“

Silberglanz kam nicht mehr dazu, eine Antwort zu geben. Denn ein Rauschen ertönte von draußen und kam schnell näher. Ein riesiger Schatten erschien im weit geöffneten Fenster, ergriff das Amulett mit spitzen Krallen und mit einem lauten „Kjaiiiii“ war Aysha wieder verschwunden.


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Mor'anh
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Sa 14 Jan 2012 - 3:21

Mor’anh schaute Ronel und Minto nachdenklich an. Diese kleinen Männer waren erstaunlich, was allerdings auch schon Jonal & Naiiro erwähnt hatten. Hier saß ihm jemand gegenüber, der das Aussehen und das Gemüt eines friedlichen Dorfbewohners hatte, aber das Herz eines großen Kriegers.

„Die aufregendste Zeit im Leben ist immer ein Abenteuer, das Leben an sich ist ein Abenteuer.“ Mor’anh schmunzelte, wurde aber gleich wieder ernst: „Ja, mir ist unterwegs etwas passiert. Auf dieser Seite der Blauen Berge. Da war in dem Wald so eine hügelige Stelle mit einer unsichtbaren Macht, die Racho und mich an die Felswand drückte und fast zerquetschte. Als wir endlich loskamen, war die Macht ganz plötzlich wieder weg. Und noch etwas: Die katzenähnlichen Kreaturen zerfielen ja zu dem Sand, den Minto in den Händen hält. Also waren sie keine natürlichen Lebewesen, sondern Zauberwesen. Und davon hat Na’i auch was in ihren Visionen gesehen. Statuen, die aus dunkelgrauem, vielleicht sogar schwarzem Gestein bestanden. Und die lebendig wurden.“

Mor’anh machte eine kleine Pause und schaute Ronel und Minto abwechselnd an. „Wohnt ihr weit von hier entfernt?“ Dann zuckte er entschuldigend mit der Schulter. „Ich meine: Vielleicht ist das Buch ja wieder da...“

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BeitragThema: Ahriman’s Triumph   Mi 1 Feb 2012 - 5:23

Schreiber Silas: Ahriman’s Triumph


Ich drehe mich um, als ich den letzten Satz geschrieben habe und schaue Kira entsetzt an. Dieser hatte die ganze Zeit hinter mir gestanden, meine Tipperei verfolgt und macht jetzt ein so entschlossenes Gesicht, dass ich unmittelbar die vor uns liegende Gefahr spüre.

„Und ... wo hat Aysha das Amulett hingebracht?“ frage ich.

„Das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht“, erklärt Kira. „Aber es war gut, dass er es versucht hat! – So hatten wir zumindest Zeit geschindet!“

„Es war gut?“ wiederhole ich ungläubig. „Sollte es denn sein, dass er es wieder aus seinem Instinkt heraus getan hat? So wie damals, als du das Amulett zum ersten Mal gefunden hast?“

„Vielleicht“, antwortet Kira und setzt sich auf den Rand des Schreibtisches. „Denn kurz danach kam Ahriman.“

Ich fahre entsetzt zusammen. „Zu euch in eure Zeit???“

Kira steht wieder auf und läuft zum Fenster. „Ja. Aber nicht so persönlich, so, wie wir uns gegenüber stehn.“ Er dreht sich um und schüttelt sich. „Es war gruselig.“

„Das Ganze ist an sich ja schon gruselig. Was kann dann noch gruseliger sein?!“

Kira kommt wieder zu mir und lehnt sich mit den Fäusten auf den Schreibtischrand. „Seine Art, wie er erschien.“ Er wird immer leiser, bis er nur noch verschwörerisch seine Worte mit Gesten unterstreicht. „Zuerst war da ein Leuchten in einer Ecke der Bibliothek. Gleichzeitig verschwand das Buch. Und dann fing das Leuchten an zu flimmern...“

„Das Buch war auch weg?“ unterbreche ich ihn.

„Ja“, bestätigt er leise und schaut sich nach allen Seiten um, als ob er befürchtet, dass das, was er erzählt, gleich hier noch mal passiert. Dann schaut er mich wieder an: „Und in dem flimmernden Licht erschien ein Gesicht. So groß, dass es die halbe Wand einnahm. Und dann hörten wir seine tiefe Stimme, die hallte, als wenn sie von weit her kam: ‚GIB ... MIR ... SOFORT … DAS MEDAILLON WIEDER ZURÜCK!!!’“

Ich hänge mit meinen Augen fasziniert an seinen Lippen und frage mich unbewusst, wie ich diese Spannung, die er mit seinen Worten und Gesten bei mir erzeugt, meinen Lesern nahe bringen kann. Dann fällt mir siedendheiß ein, dass Ahriman ja ein Meister der Zeit ist und jederzeit auch hier auftauchen kann. Außerdem ist ja auch Aysha vor ihm nicht sicher, auch wenn er in den Wolken verschwunden ist.

Als ich ihm meine Gedanken mitteile, nickt Kira bedächtig und richtet sich wieder auf. „Das war auch das, was wir alle nicht bedacht hatten: Ahriman’s schwarze Drachen!!!“

„Und die...“, ich stocke bei diesem entsetzlichen Gedanken. „Und die haben ihn aus der Luft geholt?!“

Kira schüttelt den Kopf: „Er war den schwarzen Biestern einfach zu schnell. Aber wir wussten damit, wie schnell sie einsatzbereit waren!“ - Er macht eine kurze Pause, schaut mich grimmig an und zieht die Mundwinkel schief. „Aber Ahriman’s Triumph war trotzdem perfekt. Denn wir mussten ja zuerst raus aus der Bibliothek. - Und da sahen wir die Allee mit den Steinfiguren.“

„Die Allee, wo du schon mal durchgelaufen bist?“

„Jjjain. - Die Bestien waren zwar dieselben, aber sie waren an diese Stelle versetzt worden. Und das ganze Dorf wimmelte davon.“

Ich schrecke zusammen. „Das ganze Dorf?? - Dann saßt ihr also voll in der Falle. Perfekt von Ahriman geschmiedet, wie immer.“

Kira nickt stumm und ergeben, hebt dann aber schmunzelnd sein Kinn und zieht schelmisch eine Augenbraue hoch. „Nicht ganz. Denn an etwas hatte Ahriman nun absolut nicht gedacht...“


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Jonal
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Do 9 Feb 2012 - 4:44

Jonal grübelte über die Worte nach, die er von Na’i gehört hatte. Die Geschichte mit den schwarzen Kreaturen ging ihm nicht aus dem Kopf. Sie hatte vom Herrn der Finsternis gesprochen und in ihren Visionen wären schwarze Drachen aufgetaucht. Und diese Kreaturen hätten die Heimat eines Jungen aus der Zukunft zerstört. Wie können Wesen gleichzeitig in Gegenwart und Zukunft sein?! Gut, im Buch der Legenden wurde es beschrieben und es ergab auch einen Sinn, wenn man den Zusammenhang erkannte. Aber war der Herr der Zeit dann auch der Herr der Finsternis? - Jonal schüttelte den Kopf, als ihm urplötzlich ein Gedanke kam.

„Naiiro, flieg weiter zum alten Wachturm. Da ist noch was, was wir übersehen haben.“

Ohne etwas zu sagen, änderte Naiiro die Flugrichtung und etwa drei Stunden später landeten sie auf dem Platz vor dem Turm. Vorsichtig und den Blick auf den Turm geheftet stieg Jonal ab und blieb unschlüssig stehen.

„Spürst du das auch?“ empfing er Naiiro’s Gedanken.

„Ja. Ich geh mal rein.“

„Sei vorsichtig.“

„Ja Papa.“



Jonal schnappte sich seinen Stock, mit dem er einst durch Silberglanz das Kämpfen gelernt hatte, und trat langsam auf den Alten Wachturm zu. In der Tür blieb er schlagartig stehen: Der Staub hatte mehr als die letzten von ihm stammenden Spuren bekommen. Spuren von krallenbewehrten Füßen. ‚Was ist hier los?’ dachte er und wollte sich gerade der Treppe zuwenden, als er ein leises kratzendes Geräusch durch die Decke hörte. Das Kratzen wiederholte sich, verbunden mit einem Schlurfen, als wenn man mit einem spitzen Nagel über den Holzboden reißt.


Jonal packte seinen Kampfstab fester und horchte.
Aber nichts geschah.
Kein Laut.
Das Kratzen hatte aufgehört und vielleicht, dachte Jonal, hatte er sich getäuscht. Weil er durch die Visionen von Na’i vielleicht zu sensibel geworden war. Oder seine einsetzende Müdigkeit hatte ihm einen üblen Streich gespielt.


Aber gerade in dem Augenblick, als die Anspannung ein wenig von Jonal abließ, brach um ihn herum die Hölle los. Die Decke des Erdgeschosses zersplitterte über ihm mit einem furchtbaren Krachen, und es begann, scharfe Holzsplitter auf ihn herabzuregnen: wie eine Flut aus winzigen Pfeilen, die Jonal die Haut zerkratzten, als wäre er durch ein Gestrüpp aus nadelspitzen Dornen gekrochen, die ihm ins Fleisch schnitten und ihn vor Schmerz aufschreien ließen.

Jonal reagierte instinktiv. Er warf sich zu Boden und hielt schützend die Arme über den Kopf. Doch die Splitter drangen durch seine Kleidung und schon nach wenigen Atemzügen blutete er aus unzähligen kleinen Wunden.

Irgendwo in diesem Chaos hörte er Naiiro rufen. Er wollte gerade den Kopf heben, da krachte ein langes Brett direkt von der Decke mit voller Wucht auf seine Arme. Ein scharfer Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper und trieb ihm Tränen in die Augen. Aber Jonal biss die Zähne zusammen, denn ihm war klar: Hätte das Brett seinen Kopf getroffen, wäre er nun zweifellos nicht mehr am Leben.

Was in Wirklichkeit nur wenige Sekunden gedauert hatte, kam Jonal wie Stunden vor. Doch als keine Holzstücke mehr zu Boden krachten und sich der Staub endlich wieder etwas gelegt hatte, versuchte er hustend wieder auf die Beine zu gelangen. Stöhnend rieb er sich den lädierten Hintern. Es gab keinen Quadratzentimeter auf seinem Körper, der nicht höllisch weh tat.

Und er erstarrte.

Denn er erkannte, dass der Schrecken, den er soeben erlebt hatte, nichts gegenüber jenem war, der ihm noch bevorstand.

Noch nie dagewesene reine Angst durchflutete seinen Körper - und für einen Moment setzte sein Denkvermögen aus. Es dauerte seine Zeit, bis er das verdaute, was er sah: Er stand einem der grauenerregendsten Wesen gegenüber, dem er je in seinen schlimmsten Albträumen begegnet war.

Das Wesen war ein Dämon, der geradewegs aus der Hölle zu kommen schien. Es kauerte mit seinen muskulösen Beinen neben der Treppe, die der mit Brettern und Schutt verrammelten Tür gegenüber lag, mit den Krallen an seinen Füßen auf dem Boden scharrend und bereit, jeden Moment aus der Hocke heraus auf Jonal loszuspringen.

Der Dämon war völlig nackt, die Haut war dunkelgrau, und wie die Beine, so waren auch die Arme und der Oberkörper des Monsters gänzlich unbehaart. Trotz seines massigen Körperbaus war es nur geringfügig größer als Jonal. Dennoch sah es aus, als müsse es vor Energie beinahe bersten. Das ganze Wesen schien aus nichts als reiner Kraft, jede Faser des abstoßenden Körpers aus stahlharten Muskeln zu bestehen.

Der Dämon wackelte mit seiner verwachsenen Nase und bleckte die kleinen spitzen Zähne in seinem Maul, das gut die Hälfte des Gesichts einnahm und sich seitlich bis zu den Ohren hochzog. Diese waren schätzungsweise dreimal so lang wie große menschliche Ohren und lagen flach am Kopf an, so wie die zwei dünnen und mehrfach um sich selbst gewundene Hörner, die sich gleich über den Ohren aus dem Schädel bohrten und beinahe die seltsamen Höcker berührten, die der Dämon anstatt Schulterblättern auf dem Rücken mit sich trug.

Anders als die Haut des Körpers war das Gesicht des Ungeheuers nicht glatt, sondern von unzähligen Runzeln und dunklen Warzen übersät. Mit seiner dicken, tiefschwarzen Zunge leckte sich das alptraumhafte Wesen die Lippen, wobei es eine Spur einer dunklen Flüssigkeit auf einen Teil seines hässlichen Gesichts hinterließ. Dann fuhr es sich mit seinen Krallenfingern durch die tiefschwarzen Haare, die ihm in borstigen Büscheln zwischen den Augen und an einigen Stellen des Schädels wuchsen, und warf Jonal aus seinen schmalen Augen rotglühende, lauernde Blicke voller Haß und Bosheit zu.

Jonal bückte sich ganz langsam und zog vorsichtig sein Messer aus dem Stiefelschaft.
Das Monster folgte jede seiner Bewegungen.
Von der Tür kamen wütende Geräusche und ein Teil des Schutts fiel zur Seite.
Jonal und das Monster blickten ruckartig zur selben Zeit zur Tür.
Doch der Dämon schnellte mit seinem Blick zurück zu Jonal, als dieser das Messer an der vorbereiteten Stelle an seinem Stock festmachte.
Das Ungeheuer stieß ein Schnauben aus, ein Schnaufen, das den fauligen, ekelerregenden Gestank, der sich im Zimmer seit seinem Auftauchen ausgebreitet hatte, noch zu verstärkten schien.



Dann - ohne Vorwarnung - sprang das Monster auf Jonal zu. Jonal zischte zur Seite und ließ seinen Stock mit aller Kraft auf den buckligen Rücken des Ungeheuers krachen. Der Dämon riss seinen Kopf zur Seite und starrte Jonal direkt in die Augen. Mit einer einzigen Bewegung seiner kräftigen Arme wischte es Jonal von den Füßen, der fortgerissen wurde und in einer dunklen Ecke gegen die Wand schlug. Das Monster setzte nach und griff mit seinen langen Krallen nach ihm. Jonal rollte sich zur Seite, die Krallen verfehlten ihn um Haaresbreite. Jonal rollte weiter, auf seinen Stock mit dem Messer zu. Doch der Dämon hatte sein Vorhaben erkannt und war über ihn hinweg gesprungen. Erneut wollte es seine scharfen Krallen in Jonals Körper einschlagen.

Doch plötzlich krachte es an der Tür, nur diesmal so stark, dass es alle Bretter und den gesamten Schutt auf einmal wegfegte. Das Monster ließ sich einen Moment ablenken, als der Kopf von Naiiro im Türrahmen erschien. Jonal hatte wieder freie Verbindung zu Naiiro, er fühlte die Drachenmagie in jede Faser seines Körpers strömen und richtete sich auf.

Der Dämon schien zu ahnen, was diese Konstellation bedeutete. Sein Kopf pendelte zwischen Naiiro und Jonal hin und her. Dann stieß sich der Dämon mit seinen kräftigen Läufen vom Boden ab und sprang auf ihn zu. Dabei gab es ein Brüllen von sich, dass den gesamten Turm erschütterte und dazu führte, das erneut spitze Holzstückchen von der Decke regneten. Dieser endlose, dieser schreckliche Schrei kam geradewegs aus dem Innersten des Ungeheuers, und es lag eine solche Wut darin, eine solche Abscheu vor allen Lebewesen dieser Welt, dass Jonal sich wie unter Schmerzen wand, für ein paar Augenblicke zu atmen vergaß und sich sein Herz zusammenschnürrte, als wollte es nie wieder schlagen. Ein solches Wesen, dessen war er sich nun sicher, konnte nur direkt aus dem Schlund der Hölle stammen.

Noch im Sprung streckte der Dämon seine Krallenhände aus, in der sicheren Vermutung, Jonal fassen zu können. Doch Jonal ließ sich zu Boden fallen, stand aber blitzschnell wieder auf, streckte seine Hände aus und zeigte auf den Dämon. Aus den gespreizten zehn Fingern schoß pure blaue Energie, die den Dämon voll traf und ihn in einen Feuerball vernichtete. Dann brach Jonal zusammen.



Er hörte nicht mehr, wie Naiiro zu ihm kroch und ihn mit den Zähnen auf seinen Rücken hievte. „Das war jetzt wirklich etwas zu viel für dich, mein Freund. Du brauchst menschliche Hilfe. Hoffentlich sind Ronel und Minto zu Hause und können dich wieder zusammen flicken!“


Vorsichtig breitete Naiiro seine Flügel aus und flog mit seiner todkranken Last zu den beiden Thora. Im Hinterkopf wirbelte ein Spruch durch sein Unterbewusstsein: „Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache …“


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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...
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BeitragThema: Eine Tagesreise   Fr 2 März 2012 - 11:26

Eine Tagesreise

„Eine Tagesreise ist es bis zu meinem Heim - zumindest wenn wir zu Fuß sind. Aber du hast ja dein... äh... dein Hornpferd? Dein Racho meine ich natürlich. Also mit dem wären wir vielleicht nur halb so lang unterwegs. Ist da noch Platz für zwei ''Kleine'' drauf?“ fragte Ronel.
Zeilen Vorrücker„Aber Ronel, du musst doch bedenken, dass wir mit Racho nicht querfeldein gehen können wie wir es getan haben!“ warf Minto ein, „Über dem Tham ist es noch leicht, aber bei dem großen Gamschi werden wir mit ihm Probleme haben. Wir müssen südlich nach Fontrith und dann nach Westen über die Brücke. Das wäre der schnellste Weg, aber dann nur etwas kürze als eine Tagesreise – vielleicht ein paar Stunden weniger.“
Zeilen Vorrücker„Na das werden wir ja wohl hinkriegen. Ok Mor'anh, dann schauen wir nach dem Buch!“

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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Sa 3 März 2012 - 1:00

Mor’anh schmunzelte leicht und schaute Ronel mit hochgezogenen Augenbrauen an: „Du kennst ein Davlani nicht wirklich, oder?“ Er wartete eine Antwort erst gar nicht ab, sondern fuhr gleich weiter fort. „Ein Davlani ist zwar mit den Einhörnern verwandt, unterscheidet sich aber grundlegend von den schwächlichen Hornpferden, die sich nur von holden Feen und reinen Jungfrauen berühren lassen. Ein Davlani ist dagegen ein großer Kämpfer, welcher auch fünf und noch mehr von unserer Sorte zum Kampf tragen könnte und dabei noch jeden Kampf zu seinem Gunsten entscheiden würde.“

Mor’anh machte eine Pause, wobei er mit Genugtuung zusah, wie die beiden Thora, aber auch die Krieger der Elben, staunend und ruckartig ihre Köpfe in Richtung seines Davlani Racho wandten und dabei mit offenem Mund staunten.

„Steigt auf und zeigt mir die Richtung,“ sagte er dann, „alles andere überlasst Racho und mir.“

Zögernd und unter den erstaunten Blicken der Elben, die jedes Wort und jeden Schritt genaustens verfolgten, traten die beiden Thora an das riesige Davlani heran, nachdem sie sich gegenseitig aufmunternde Blicke zugeworfen hatten. Mor’anh rief einen ruhigen Befehl, worauf Racho in den Vorderbeinen einknickte, sodaß Ronel und Minto gemütlich aufsteigen konnten. Dann schwang Mor’anh sich selber in den Sattel.

„Sitzt ihr gut?“ fragte er, und als beide nickten: „Also gut Racho, dann bringe uns zum Heim der Thora. Sie werden dir den Weg zeigen.“

Gemächlich setzte sich das riesige gehörnte Kampfpferd in Bewegung, um schneller, als erwartet, am Ziel anzukommen …


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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Sa 3 März 2012 - 22:46

Mit weiten kraftvollen Zügen seiner Flügel überflog Naiiro mit seiner kranken Last die drei Wälder und kurz danach tauchten auch schon die Häuser der beiden Thora auf. Aber Naiiro war nicht der einzige, der dahin unterwegs war. Mit seinen geschulten scharfen Augen erblickte er in noch weiter Ferne und jenseits vom reißenden Gamschi-Fluß, wie ihn die Thora nannten, ein riesiges gehörntes Pferd mit drei Reitern, welches sich in gerade Linie auf die Häuser von Ronel und Minto zubewegte.

„Mor’anh! Wie kommt der denn hierher?“, murmelte Naiiro. Und dann kam ihm ein Gedanke: „Wenn Mor'anh da gerade Ronel und Minto befördert, dann sind sie nicht zu Hause. Also muss ich sie abfangen, damit die Thora Jonal behandeln können. Sonst stirbt mein Reiter, wenn ich solange warten muss!“

Diese Gedankengänge und die Umsetzung passierten natürlich in Lichtgeschwindigkeit - und den Bruchteil einer Nanosekunde später flog Naiiro schon den drei Reitern entgegen und fing sie ab, als sie gerade beginnen wollten, den Fluß zu durchqueren und Ronel voller Begeisterung rief: „Schaut! Da ist Naiiro!“

Naiiro schrie ihnen schon im Landeanflug entgegen: „Helft mir bitte. Jonal ist schwer krank, er hat sich und seine Drachenmagie verausgabt. Er stirbt, wenn ihm nicht geholfen wird.“ Dann setzte er sanft auf: „Bitte helft. Eure Kräuter wirken doch immer wahre Wunder!!! Bitte! Bitte!“

Im Kurzdurchgang erzählte er, was passiert war und dass er nicht helfen konnte, weil seine und Jonals Magie verbunden und die Batterien leer waren. Dann merkte er, dass er nicht soviel reden sollte und beobachtete lieber die beiden Thora und Mor’anh ...


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Mor'anh
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Mo 5 März 2012 - 2:00

Während Mor’anh blitzschnell abstieg und sofort zu Naiiro eilte, um Jonal sanft von dessen Rücken zu heben, kam ihm ein fürchterlicher Gedanke: „Dieses Wesen ist zerbröselt, als Jonal ihn vernichtete, sagst du?“

Dann wandte er sich an Ronel: „Das hatten wir doch schon mal. Im Fluchwald, bei den Elben. Oder? - Helft mir mal bitte.“


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BeitragThema: Tymir ist außer sich vor Wut   Fr 30 März 2012 - 4:16

Kira: Tymir ist außer sich vor Wut


Kira, Ronel und Minto rannten zum Fenster und schauten ungläubig dem großen Habichtadler hinterher, der sich soeben das Amulett geschnappt hatte und jetzt weit über ihnen davon flog.

„Und was nun?“ fragte Minto düster, als er den Himmel nach Aysha absuchte. Alle zuckten mit den Schultern und wollten sich gerade entmutigt umdrehen, als Ronel erregt mit dem Finger nach unten zeigte: „W-w-was ist d-d-das denn?“ stotterte er aufgeregt.

Kira winkte ab: „Ach, das sind nur ein paar Statuen, davon habe ich…“ Er hielt inne, schaute genauer in die Richtung, die Ronel angab, ließ sich urplötzlich nach vorne fallen und stützte sich dabei mit beiden Händen am Fensterbrett ab: „STATUEN - MONSTER - SIE SIND HIER!!!“ schrie er ungläubig, aber wütend heraus. „Die habe ich in der Allee des Grauens bei Ahriman gesehen!!!“

Dann passierte plötzlich etwas gänzlich Unerwartetes: Zuerst war es nur eine Bewegung, die Kira aus den Augenwinkeln heraus wahr nahm. Er schaute genauer hin … aber nichts passierte. Oder doch? Hatte sich nicht soeben einer der Drachen bewegt? Kira stieß Ronel und Minto an, just in dem Moment, als einer der Drachen anfing, seine Farbe zu wechseln. Das Grau des Steins wurde langsam schwarz und Minto konnte einen Schreckensschrei gerade noch unterdrücken, als das Gesicht plastischere Formen annahm und aus den Nasenlöchern eine dünne Rauchfahne entwich.

In Kira kochte es. Er sah hier einen der Drachen, die seine Eltern getötet hatten, vor seinen Augen lebendig werden. Dabei spürte er eine Energie in sich aufsteigen, die er nicht kannte. In dem Moment, wo er eine sehr gut bekannte Gestalt laut schimpfend näher kommen sah, drehte auch er sich um und stürmte so wutentbrannt aus der Bibliothek, dass es vor Energie rings um ihn herum nur so knisterte. Er sah den Riesen Tymir mit hochrotem Kopf und einer überdimensionalen Keule auf die Monsterstatuen einschlagen, wobei er bei jedem Schlag schrie: „Du - du - du. - Du der - Tod! - Tymir - dich - nicht wol - len - du - Teu - fel!!!“ und spürte dabei, dass die Macht des Amuletts immer noch in ihm war, wie sie immer stärker wurde, anfing, brennend heiß zu brodeln und raus wollte. Blaue Funken liefen an seinen Fingern entlang, sein Haar stand vom Kopf ab und versprühte blaue und grüne Blitze. Er konnte es nicht mehr zurück halten. Seine Wut war jetzt so groß, dass er automatisch die Hände mit den gespreizten Fingern ausstreckte.

Dem soeben erwachten Drachen traf der blaue magische Strahl als erster. Er stob mit einem gewaltigen ohrenbetäubenden Knall auseinander und seine Einzelteile wurden meilenweit in alle Himmelsrichtungen geschleudert. Und dann ging es schnell. Rings um Kira herum explodierte alles, was nicht zum Dorf der Thora gehörte. Auch die Statuen, die Tymir schon zerstört hatte, wurden durch Kira’s blaue Magie in Staub verwandelt.


Dann fing es an, sich um Kira zu drehen, seine Beine knickten ein. Schwach und ausgelaugt sah er noch, wie der Riese Tymir auf ihn zueilte, bevor er bewusstlos zusammenbrach.

Ronel und Minto hatten vom Fenster der Bibliothek aus alles mit angesehen und rannten an der verwirrt blickenden Empfangsdame vorbei auf Tymir zu, der Kira’s leblosen Körper in den Armen trug.

„Ist er … tot?“ fragte Ronel vorsichtig und schluckte dabei.

Tymir schüttelte den Kopf. „Nein. Aber er seine ganze Energie - aus - weg. Er jetzt müssen liegen - schlafen. Tymir holen Kräuter - Gesundwerden. Und dann gehen Tymir weg. Für Rache für Kira! Ihr bleiben hier. Für Wache.“

„Nein!“ widersprach Ronel heftig. „Wir gehen mit. Das geht uns alle an!“

„NEIN!“ Tymir wurde zornig und stampfte mit dem Fuß auf. „Ich sagen - hier bleiben! Tymir gehen!“

Minto schaute Ronel an, ihre Blicke trafen sich und beide wussten, dass ein Widerspruch zwecklos war. Zumindest solange, wie Tymir so wütend war. Es würde sich später noch eine Gelegenheit ergeben, dass sie ihm folgen konnten. Und das würden sie tun, das war beiden ganz glasklar.


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BeitragThema: Wie soll es weiter gehen?   Sa 14 Apr 2012 - 0:51

Schreiber Silas: Wie soll es weiter gehen?


Schon während Kira erzählt, habe ich einen riesengroßen Kloß im Hals, das heißt eher: einen Felsen. Ich schiele immer öfter zu ihm rüber, während ich seine Erlebnisse aufschreibe. Aber um ganz ehrlich zu sein: ich wundere mich so langsam über nichts mehr: Denn dieses Ding hatte inzwischen so gigantische Ausmaße angenommen, dass ich schon imstande bin, ein unmittelbar bevorstehendes Ende der Welt ganz gelassen hinzunehmen.

„Was hast du denn dabei empfunden, als die Energie so auf einmal aus dir raus kam?“ frage ich ihn so ganz beiläufig.

Kira dreht sich um und scheint zu überlegen. Dann zuckt er mit den Schultern und schaut mich wieder an: „Eigentlich nichts. Es war ganz normal. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.“

„Aber…“ Ich weiß nicht so recht, wie ich mich ausdrücken soll angesichts dieser Macht, die ja wahrscheinlich in dem Amulett und dadurch in seinem Träger steckt, und fange fast an zu stottern. „Aber … das muss ja gewaltig gewesen sein, dieser Energieausbruch. Wie hast Du das nur ausgehalten?!“

Kira zuckt wieder mit den Schultern: „Ich weiß es wirklich nicht, glaube mir. Es kam einfach so aus mir heraus. Ich war nur wütend.“ Er macht seufzend eine kleine Pause, nimmt dabei verlegen ein Buch aus dem Regal, dreht es zwischen den Fingern, ohne drauf zu schauen, und stellt es dann wieder vorsichtig zurück. „Zuerst hatte ich die Statuen ja in der komischen Allee gesehen und musste da ja auch durch gehen, bevor ich Ahriman zum ersten Mal traf. Damals kamen sie mir richtig böse, ja teuflisch vor. Was sie ja auch sind, wenn man alleine ihre Fratzen betrachtet. Und dann waren da die schwarzen Drachen, die meine Eltern getötet, brutal ermordet haben. Dann kannst du dir sicher vorstellen, welche Wut ich hatte, als ich sie jetzt im Dorf der Thora sah.“

Ich nicke verständnisvoll. „Und wie soll es jetzt weiter gehen?“ frage ich. „Denn das Amulett ist ja jetzt weg und Aysha auch. Mich wundert auch, dass dieser Ahriman sich nicht gemeldet hat.“

„Der hatte doch zu tun. Er musste jetzt ja versuchen, Aysha zu fangen.“

„Und? - Hat er?“

„Ne. Aysha kam später wieder zu mir. Als ich kurz von dem Rütteln aufgewacht bin, weil Tymir mich ja getragen hat.“

„Kam er mit dem Amulett? Ich meine Aysha.“

Kira nickt: „Hmm. Aber ich war ja total fertig. Und als Tymir mich auf ein Bett legte, bin ich sofort wieder eingeschlafen. Und als ich dann zwischendurch wieder aufwachte, weil ich Durst hatte und Tymir mir ein schreckliches Gebräu einflößte, merkte ich, dass ich das Amulett mit einer goldenen Kette um den Hals trug, wo es vorher ein Lederband gewesen war. Also muss Aysha das Amulett mitgebracht haben. Aber frag mich jetzt nicht, woher die Kette plötzlich stammte. Ich weiß es wirklich nicht.“

„Dann musst du dich aber ziemlich elend gefühlt haben, oder?“

„Du, ich war restlos ausgelaugt, total leer. Das einzige, was noch funktionierte, war mein Gehirn. Und als ich dann endlich aufwachte und zu mir kam und mich aufsetzen konnte, standen alle um mich herum und gafften mich an, als ob ich einen Heiligenschein hätte.“

Ich musste unwillkürlich schmunzeln. „Du hast sicher auch einige Stunden geschlafen und…“

„Stunden???“ unterbricht Kira mich. „Fünf Tage und vier Nächte habe ich da gelegen und mir ohne Bewusstsein dieses scheußliche Gebräu von Tymir einflößen lassen müssen!“

„Aber es hat anscheinend geholfen, wie ich sehe“, lache ich laut auf.

„Ja, hat es“, bestätigt Kira tonlos.

„Und wie soll es jetzt weiter gehn?“

Kira setzt sich vor mir auf den Schreibtischrand und stützt sich mit einer Hand auf einen Stapel Bücher ab, zieht die Hand aber sofort zurück, als er merkt, dass der Stapel zu wackeln anfängt. „Ich hatte einen Traum. Einen wahnwitzigen Traum von Aysha und mir. Aber wir waren nicht hier oder im Dorf, sondern ganz woanders. Ich habe Ronel und Minto gesehen, aber viel älter. Und dann war da ein Drache. Mit Schuppen, die in der Sonne glänzten, als wenn sie aus Gold wären. Und dann sah ich mich. - Nein, nicht mich selber“, verbessert er sich schnell, während ich ihn anstarre. „Er sah nur so aus, wie ich in ein paar Jahren aussehen werde. Und weißt du, wo ich im Traum war?“

Ich schüttle ungläubig mit dem Kopf: „Ne. Erzähl!“

„In der Vergangenheit bei meinen Vorfahren!“


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Zuletzt von Jonal am Di 26 Feb 2013 - 2:12 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Kleine Korrekturen)
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Sa 14 Apr 2012 - 12:15

Zeilen Vorrücker „Ja. Unsere Feinde sind genauso zu Sand zerbröselt“ rief Ronel Mor'anh zu und sprang vom Davlani. Minto hüpfte ihm hinterher.
Ronel wandte sich zu Minto „Hast du etwas in deinem Medizinbeutel das da gegen hilft?“
Zeilen Vorrücker Minto öffnete ihn rasch und holte ein Fläschchen mit hellgrüner Flüssigkeit raus. „Das ist der Saft der Dwindern, eine Blume die in der Region um Tharanol bis Quandraklint wächst. Ich bin nicht sicher ob das wirklich hilft, man benutzt es normalerweise gegen Müdigkeit. Schmeckt nicht gerade lecker, aber in seinem Zustand wird er es wohl nicht mitbekommen.“.
Zeilen Vorrücker Minto setzte sich zu Jonal und goss den Saft vorsichtig in den Mund des Sedaniers.
„Jetzt können wir nur hoffen, dass das auch bei ihm hilft.“ sagte Minto „Naiiro, wenn es das nicht tut, dann wird es hoffentlich wenigstens die Folgen seiner Krankheit herauszögern. Deshalb solltest du schnellstmöglich mit Jonal zu Themsis! Er wird wissen was zu tun ist.“

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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Mi 18 Apr 2012 - 10:53

Mor’anh sah zu, wie Minto Jonal den Saft einträufelte und wie Jonal sich daraufhin von links nach rechts wälzte und dabei stöhnte. Auch Naiiro sah nicht gerade glücklich aus, obwohl sein Empfinden besser zu sein schien. Mor’anh kannte seine Freunde lange genug, um zu wissen, was da los war. Aber diesmal hatte er zwar eine schwache Ahnung, im Gegensatz zu sonst konnte er den Gedanken jedoch kaum fassen, dann war er schon wieder weg.

„Ronel, da ist etwas anderes passiert. Normalerweise ist ihre Energie miteinander verbunden. Aber wenn ich mir Naiiro so anschaue, dann müsste er eigentlich in demselben Zustand sein wie Jonal. Und das ist er nicht. Also ist da etwas anderes passiert. Und ich glaube, das hat etwas mit den schwarzen Katzen zu tun, die zerbröselt sind. Oder was denkt ihr?“
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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Do 19 Apr 2012 - 7:00

Naiiro schaute Mor’anh nachdenklich an: „Das hört sich klug an. Aber da waren keine Katzen, nur dieses Steinungeheuer!“

Plötzlich stöhnte Jonal auf und rührte sich zitternd. Dabei murmelte er einige unverständliche Worte. Naiiro kroch etwas näher und schaute Jonal konzentriert an. Leise, aber immer deutlicher konnten Ronel, Minto und Mor’anh einige klare Worte in dem Gemurmel erkennen: „… Nein-Nein! …Ronel … Amulett … Kira … bringen … Oooh …Nicht … Tut so weh … Ahriman … Silber - glanz …“ Dann schlug er heftig um sich und versank wieder in Bewusstlosigkeit.

„Versteht ihr das?“ Naiiro war ratlos und starrte seine Freunde an.

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BeitragThema: Mosaiksteinchen   Sa 5 Mai 2012 - 5:15

Kira: Mosaiksteinchen


Kira wurde schneller gesund, als erwartet. Die verschiedenen Kräutersäfte, die Tymir ihm einflößte und die bei Ronel und Minto immer einen Würgereiz hervor riefen, wenn sie es nur sahen, wirkten wie eine Wundermedizin. Aber wer glaubte, dass Kira nach knapp einer Woche putzmunter sein würde, hatte sich getäuscht. Jetzt ging er mit Ronel und Minto zusammen missmutig und immer noch ausgelaugt den Weg entlang. Es war so, als ob dumpfe Gewitterwolken über ihren Köpfen hingen. Jeder ging seinen eigenen düsteren Gedanken nach, und keiner von ihnen fand den Mut, die drei Themen anzusprechen, welche sie alle drei beschäftigte: Nämlich das Amulett, Kira’s plötzliche magische Macht und die Statuen, die …

„Siehst du das?“ Aufgeregt stieß Ronel Minto in die Seite, woraufhin dieser erschreckt aufblickte und einen spitzen kurzen Schrei ausstieß: „Sie sind weg! - Alle Statuen sind weg!“ Und es ging noch einem anderen so. Als sie Tymirs Stimme hörten: „Wo sind böse Figuren geblieben?!“, drehten sie sich blitzschnell um und liefen ihm entgegen.

Tymir bückte sich. „Sand!“ murmelte er erstaunt. „Wo vorhin kaputte Geister, jetzt nur Sand! - Schwarzer Sand!“ Er blickte die Drei fragend an: „Was das bedeuten?! Und warum böse Dämonen kommen zu uns?! Und dann werden schwarzer Sand?!“

„Ich glaube, wegen dem hier“, antwortete Kira und öffnete sein Hemd, wodurch das Amulett zum Vorschein kam.

„Du meinen, wegen dem da Höllengeister machen Krieg??“

Kira nickte. „Ich meine nicht nur, ich weiß es. Dieses Amulett …“, er machte eine kleine Pause, „… verleiht magische Kraft und besitzt soviel Macht, dass es alle Energien des Universums koppelt und mit der Kraft des Trägers vereint.“

Tymir schaute ihn verblüfft an. „Woher du wissen???“

Kira schüttelte den Kopf, als wollte er unliebsame Gedanken loswerden. „Ich weiß nicht, woher ich das weiß. Ich weiß es eben. Es wollten immer alle das Ding haben, von den Drachen in der Vergangenheit bis zu Ahriman heute. Einige konnten die Menschen retten, indem sie das Ding vernichteten, wie Ronels Vorfahre. Aber immer müssen Menschen dabei sterben.“

„Ich verstehe den Zusammenhang nicht“, meinte Minto. „Ich versteh nicht, was die Vernichtung deiner Stadt mit dem Amulett zu tun hat, und was das Amulett mit den Höllenfratzen bei uns?! Und überhaupt: Wieso hat das Amulett mit dir solche Macht?!“

Ronel räusperte sich: „Hm. Ob das irgendwie damit zusammen hängt, weil Silberglanz da drinsteckt?“

Kira starrte ihn entsetzt an und schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn: „Silberglanz!!! - Ja natürlich! - Genau so ist es und genau so passt das Mosaik auch wieder zusammen!!!“

„Nix Mosaik. Nix passen.“ Tymir schüttelte energisch den Kopf. „Du jetzt erzählen. Alles!“

„Also gut“, seufzte Kira. „Setzen wir uns dort auf die Mauer.“ Als sich alle gesetzt hatten, nahm Kira die Kette vom Hals, legte das Amulett in beide Hände, ließ sie auf seine Knie sinken und öffnete den Deckel. Silberglanz lag auf einer Liege und schreckte auf, als sein Dach sich öffnete. „Hallo Silberglanz“, sagte Kira. „Störe ich Dich?“

„Nein, ganz und gar nicht. Hm-Hm.“ Silberganz räusperte sich einige Male, bevor er fragte: „Hast du über eine Lösung nachgedacht?“

Kira schüttelte den Kopf. „Nein, das nicht. Aber mir ist soeben klar geworden, wie alles zusammen hängt. Und das wollte ich gerade meinen Freunden erzählen.“

„Oh, da bin ich aber mal überhaupt nicht neugierig“, schmunzelte der Elbe. „Aber sei beruhigt: wenn es was zu berichtigen gibt, bin ich ganz vorne dabei.“ Dann legte er sich gemütlich auf der Liege zurecht und verschränkte beide Arme hinter seinem Kopf. „Dann schieß los. Ich bin soweit.“

„Ja also“, begann Kira. „Ihr wisst ja alle, dass Silberglanz als König der Elben in jedem Zeitalter leben kann. Er kann nur nicht reisen.“ - Er wartete etwas, und als alle nickten, fuhr er fort: „Ahriman, der Herrscher der Dunkelheit und Herr über die Zeiten, beherrscht durch die dunklen Künste zwar die Zeit, kann aber nicht in alle leben.“ - Wieder Pause und ein gemeinschaftliches Nicken. Kira schaute Silberglanz an: „Da Ahriman aber das mächtigste Wesen aller Welten und Zeiten werden will, entführte er Silberglanz und sperrte ihn in ein magische Amulett, was gleichzeitig eine Zeitfalle und ein mächtiges Gefängnis ist. Dadurch, dass Silberglanz jetzt in diesem Medaillon eingesperrt ist, überträgt sich alle Macht über Magie und Zeit auf das Amulett und dessen Träger.“

Silberglanz richtete sich auf. „Das würde doch bedeuten, dass Ahriman mit diesem Amulett in allen möglichen Zeiten Kopien erstellen kann und dann als Zeitreisender … Oha!“

Kira nickte. „Aber ich auch, habe ich mir überlegt. Aber hört weiter: Als Ahriman Silberglanz aus seiner Zeit, der Vergangenheit, entführen lassen hat, hat er ihn in unserer Zeit in das Medaillon gesperrt. Dann flog er mit seinen Drachen zurück in seine Festung - und dabei ist es passiert, dass er das Amulett verloren hat. Und ich habe es gefunden, weil Silberglanz mich straucheln ließ. Ahriman hat das Amulett gesucht, und da er es nicht finden konnte, hat er die ganze Stadt durch seine schwarzen Drachen niederbrennen lassen.“

Alle schauten ihn schweigend an, bis Ronel die Stille unterbrach: „Und er sucht dich und das Amulett immer noch, weil du der einzige sein kannst, der es hat.“

Und Silberglanz fügte hinzu: „Dann musst du einen Weg finden, mich aus diesem Gefängnis zu befreien, um dann das Medaillon zu zerstören.“

„Genau, Silberglanz. Und da entwickelt sich bei mir langsam eine Idee. Denn mein Traum während des Fiebers war vielleicht gar kein Traum, sondern eine Spiegelung einer vergangenen Wirklichkeit. Und da muss ich hin.“


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BeitragThema: Re: 3 - Gefährliche Situationen   Sa 12 Mai 2012 - 0:36

„Doch, ich glaube schon, Naiiro. Und ich glaube, Herr Ronel und Herr Minto werden es auch verstehen, wenn ich meine Gedanken erkläre.“ Mor’anh kam näher an Naiiro heran und blickte ihn an.

„Kannst du dich erinnern, als ihr das letzte Mal bei uns wart?“ Als Naiiro ihn fragend anschaute, erklärte Mor’anh weiter: „Na’i hatte eine Vision gehabt und der Alte hat versucht, es aufzuklären. Dabei ist der Name Ahriman gefallen. Und ich bin mir mehr als sicher, dass dieser Ahriman mit dem Verschwinden von Silberglanz zu tun hat. Genauso wie mit den komischen Wesen, die zu Stein werden und zu Staub zerbröseln. Ahriman hat Silberglanz entführt und eingesperrt. Und alles hat mit diesem Amulett, was ihr…“ dabei schaute er Ronel und Minto an „…damals vernichtet habt. Und ich bin überzeugt davon, dass es nicht wirklich vernichtet wurde, sondern noch viel mächtiger geworden ist.“

Er machte eine kleine Pause, während er nachdachte und die anderen ihn erwartend anschauten.

„Ich habe da so eine Theorie, die ich mir zusammenreime aus den Visionen meiner Schwester Na’i und den Sachen, die hier dauernd passieren. Außerdem haben wir da noch eine alte Legende aller Steppenbewohner, die fast in Vergessenheit geraten wäre, wenn Na’i nicht mal davon gesprochen hätte. Es geht da um einen kleinen Jungen aus der Zukunft. Unserer Zukunft. Und der steht so in Beziehung zu diesem Ahriman, wie Gut und Böse zueinander stehen. Versteht ihr?“

Als er Ronel, Minto und Naiiro anschaut, merkt er, dass sie ihn staunend und sogar ungläubig anstarren. Trotzdem erklärt er weiter: „Dieser Junge aus der Zukunft hat die Macht, weil er das Amulett besitzt. Warum dieses Amulett ihn so mächtig macht, weiß ich nicht, aber Ahriman scheint es zu wissen und haben zu wollen und schickt uns überall seine Figuren und Bestien hin, damit sie ihn aufhalten. Aber er ist ja nicht hier, noch nicht. Sollte er irgendwann mal kommen und uns hier befreien? - Ein kleiner Junge aus der Zukunft???“


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