
R d E - Revolution der Erben Hier sind sie: Die phantastischen Abenteuer der Thora, des goldenen Drachens und vieler Phantasiegestalten in einem Textrollenspiel der Extraklasse. Tritt ein in die Community der Fantasy und starte mit Deinen neuen Ideen das Abenteuer Deines Lebens... |
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Jonal Landbeschützer

Anzahl der Beiträge: 535 Anmeldedatum: 10.03.10
Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: 2 - Erste Begegnungen Mo 19 Apr 2010 - 19:42 | |
| Jetzt sind auf diesem großen Kontinent Almoria also schon mehrere Völker und Einzelpersonen unterwegs. Eine richtige Völkerwanderung bahnt sich an. Werden sich dabei auch einige treffen?
Schau'n wir erst einmal, wo sich diese Völker und Personen denn momentan überhaupt befinden:
Da ist zuerst einmal das überaus lustige und sich immer heiter beschimpfende Volk von Luxuma. Sie zaubern um die Wette, sich verzaubern eingeschlossen, und scheinen bei allen Scherzen nicht zu merken, dass sie nicht alleine sind.
Denn ein zweites Volk hatte sich aufgemacht, dabei Flöße gebaut, und waren jetzt an Land gestoßen. Ausgerechnet im Land der Thoraner...
Von denen sind allerdings zwei unterwegs, um zu den Elben im Fluchwald zu gelangen. Ronel und Minto wollen wissen, wieso der König der Elben so plötzlich verschwunden ist.
Dasselbe auch bei Jonal und seinem Drachen Naiiro. Beide haben sich auf den Weg der Suche gemacht, wollen aber zuerst mit Mor'anh reden.
Mor'anh ist ein Khentorei-Krieger und lagert mit seinem Volk am Fuße der blauen Berge, welche die große Ebene vom Land der Thoraner trennen. Mor'anh hat eine Schwester, die als Priesterin des Volkes Eingebungen hat und das ganze Dilemma vorausgesagt hat.
Hier wird nun aufgeschrieben werden, welche Völker sich treffen und was sie unternehmen, um Silberglanz, den Herrn der Elben, zu finden.
Aber da ist ja noch ein anderer im Spiel. Über den wollen wir lieber noch nichts erzählen, denn etwas Geheimnisvolles muss ja bleiben.
Oder? ________________________________________
Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...
Zuletzt von Jonal am Fr 25 Mai 2012 - 15:51 bearbeitet, insgesamt 4 mal bearbeitet |
|  | | Jonal Landbeschützer

Anzahl der Beiträge: 535 Anmeldedatum: 10.03.10
Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Do 29 Apr 2010 - 18:21 | |
| Text zusammen mit Mor'anh
Naiiro landete etwas abseits des Lagers, legte seine Flügel an und ließ Jonal absteigen. Sofort kamen von allen Seiten die Alnei auf sie zu, um den goldenen Drachen zu bewundern. Mor’anh war der erste, der auf Jonal zulief und ihn erst einmal herzlich umarmte.
„Oh Jeminee, das hat aber gedauert, bis du dich wieder blicken lässt!“
Jonal befreite sich und meinte trocken: „Wenn ich jedesmal von dir fast zerquetscht werde, dann kannste dir ja denken, warum. Nicht jeder hat solche Muskeln wie du!“
Mor’anh musste laut lachen: „Das stimmt allerdings. Jetzt komm mit, es gibt viele Neuigkeiten.“
Gemeinsam gingen sie zum Lagerplatz, wo Jonal von einer sehr weibliche Person fast angesprungen und mit Küssen bedeckte wurde. „Jonal, wir haben uns ja ewig lange nicht mehr gesehen!“
Jetzt erst erkannte Jonal, dass diese Weiblichkeit Mor’anhs Schwester Na’i war, die er noch als kleines Mädchen kannte. Aber große Zeit zum Antworten blieb ihm nicht, denn der Alte stand ehrfurchtgebietend vor seinem Zelt und fragte: „Weißt du, wo Silberglanz ist?“
Jonal schüttelte zaghaft den Kopf. „Nnneinn. Ich dachte, ihr wüsstet es.“
„Wir wissen es auch nicht. Kommt in mein Zelt. Wir müssen reden.“
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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...
Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 16:27 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Ronel Meister

Anzahl der Beiträge: 547 Anmeldedatum: 08.03.10 Alter: 18
Steckbrief Volk: Thora
 | Thema: Glück im Unglück Fr 7 Mai 2010 - 13:37 | |
| Glück im Unglück
Währenddessen: Ronel und Minto hatten den Tham (Fluss) hinter sich gebracht und waren nun mitten im dunklen, alten und dichten Fluchwald. Â
"Jetzt laufen wir schon gefühlte 3 Tage durch diesen verfluchten Wald!" sagte Ronel genervt. "Jetzt beruhig dich doch mal!" antworte Minto."Ja wer von uns beiden hat gesagt, "Komm mit, ich kenne eine Abkürzung". he?" fragte Ronel. "Ich, aber wären wir um den Wald gegangen, hätten wir sicher länger gebraucht." - "Jaja, du hast ja recht. Schon ein Wunder, dass wir überhaupt noch leben und uns kein wildes...".
In diesem Moment sprangen zwei Wölfe vor ihnen aus einem Gebüsch. Der Speichel tropfte ihnen seitlich aus den Mundwinkeln und sie sahen nicht so aus als wollten sie bloß mit den beiden Thora Spielen.
"Minto, ich glaube wir sollten hier verschwinden." flüsterte Ronel. Langsam gingen sie rückwärts in die Richtung aus der sie gekommen waren. Der größere Wolf brüllte, als wolle er die Beute jetzt packen. "Renn!" schrie Ronel als er über eine Wurzel stolperte. Er konnte aber schnell wieder aufstehen und rannte, sah aber Minto nicht mehr. Die beiden Wölfe jagten ihm hinterher. Ronel lief und lief als er plötzlich von Minto ins Gebüsch gezogen wurde.
Nach einer kurzen Weile kahmen auch die beiden Tiere. Einer der Wölfe schnupperte am Busch. Es schien so, als ob er die beiden nicht erriechen konnte. Er und der andere Wolf schnüffelten noch an weiteren Stellen und verschwanden dann wieder im Gestrüpp.
Nur, warum konnte der Wolf die beiden Thora nicht entdecken? Die Antwort ist, dass es ein besonderes Gebüsch war; Elbenblatt heißt diese Pflanze. Elbenblatt hat einen stark süß riechenden Geruch, zumindest für Tiere, und kann die feinen Nasen der Wölfe austricksen. Ronel und Minto haben großes Glück gehabt, denn Elbenblatt ist selten und wächst nur an bestimmten Orten auf Almoria.
Fortzetzung folgt... ________________________________________
Der einzige Groll, den man hier findet, ist der, den man selbst hegt.
Zuletzt von Ronel am Mi 7 Sep 2011 - 15:11 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Mor'anh Im Volk aufgenommen

Anzahl der Beiträge: 102 Anmeldedatum: 16.03.10 Alter: 39 Ort: Santiago de los Caballeros de Mérida, Venezuela
Steckbrief Volk: Alnei
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Mi 9 Jun 2010 - 13:16 | |
| Text zusammen mit Jonal
Der Alte ließ ihnen kaum Zeit, sich in seinem großen Zelt nieder zu lassen. „Was ist da draußen los, Jonal“, fragte er gleich ärgerlich. „Schon seit Tagen erhalte ich nur schlechte Nachrichten. Es geht das Gerücht um, dass der Herr der Elben verschwunden sei. Die Prophezeiungen von Na’i drehen sich immer nur um riesige, schwarze Drachen und…“
„Höre ich da Drachen?“ Naiiro war langsam zum Zelt des Alten geschlichen und steckte jetzt, hellhörig geworden, seinen großen Kopf durch den schmalen Zelteingang.
„Naiiro, du doch nicht“, meinte Jonal lächelnd, stand wieder auf und legte seinen Arm auf Naiiro’s Kopf. „Wir sollten draußen reden“, fuhr er in Richtung des Alten gewandt fort, „sonst reißt Naiiro dir noch dein Tipi über den Kopf weg.“
„Gut, das wäre wohl das Beste. Dann kann auch Naiiro mitreden. Gehen wir zum Platz der Davlani.“ Der Alte erhob sich ebenfalls und schritt an dem staunenden Naiiro vorbei zum Rand des Dorfes, wo die riesigen, gehörnten Pferde der Alnei in einer Koppel standen. Direkt vor dieser Koppel stand das Totem der Khentorei, geschnitzt in einen gefällten Baumstamm: das plastische Abbild eines Wolfskopfes. In einem Halbkreis vor dem Totempfahl standen mehrere kurze Bänke, die eigentlich für die Häuptlinge gedacht waren, diesmal aber dem Alten, Mor’anh, Na’i und Jonal zur Besprechung dienten.
„Also“, begann der Alte, „woher weißt du, dass Silberglanz verschwand.“
Naiiro kam näher. „Ich habe es von den Elben selber erfahren – und dadurch weiß es auch Jonal.“
„Und ich weiß es als Erster, weil meine Schwester davon geträumt hat“, erklärte Mor’anh.
„Nicht geträumt“, warf Na’i ein. „Es war eine Vision, die mit einem dunklen Traum begann. Da waren viele Drachen…“
„Kannst du die Drachen beschreiben?“ unterbrach Naiiro sie.
„Ja, kann ich. Sie waren tiefschwarz, sahen so ähnlich aus wie du, waren aber viel größer und hatten einen gezackten viereckigen Kopf, auf denen riesige Nüstern saßen. Und … sie waren beritten!“
„Beritten?“ Jonal horchte auf. „Du meinst: sie hatten Reiter??“
Na’i nickte, aber Naiiro schüttelte den Kopf. „Das kann nicht sein. Ich bin der letzte noch lebende Drache in dieser Welt.“
Mor’anh erklärte weiter, als Na’i ihm einen verzweifelten Blick zugeworfen hatte: „Na’i hat die Drachen ja auch nicht in dieser Welt gesehen.“
Alle schauten ihn entsetzt an, bis Jonal zögernd fragte: „Von welcher denn, wenn nicht von dieser?!“
Na’i schaute betrübt zu Boden: „Das weiß ich nicht. - Noch nicht…“
Zuletzt von Mor'anh am Mi 7 Sep 2011 - 15:57 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Ronel Meister

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Steckbrief Volk: Thora
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Fr 18 Feb 2011 - 17:16 | |
| Spur zu den Elben
"Weißt du was das ist, Minto? Das ist Elbenblatt!" rief Ronel vor Freude. "Heißt das etwa...?" fragte Minto erstaunt. "Ja, hier müssen irgendwo die Elben hausen. Kletter mal auf den Baum herauf! Ich helfe dir hoch." Minto setze ein Fuß auf Ronels Hände und Ronel schob ihn hinauf zum erstbesten Ast. Schnell griff er zum nächsten Ast und verschwand zwischen Blättern und Zweigen. Kurze Zeit später stieg er wieder hinunter zum untersten Ast. "Das musst du sehen!" sagte Minto, gab Ronel die Hand und zog ihn rauf. Unmittelbar kletterten beiden zur Spitze des Baumes.
"Dort drüben, links neben dem Felsen, ragt eine Turmspitze über dem Wald. Siehst du das?" zeigte Minto. "Ja, ich sehe es. Da müssen sie sein. Los lass uns geschwind dort hin!"
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Zuletzt von Ronel am Mi 7 Sep 2011 - 15:12 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Jonal Landbeschützer

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Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: Wichtige Frage an Mor’anh Sa 18 Jun 2011 - 16:23 | |
| Jonal stand auf. "Dann weiß ich, was zu tun ist", sagte er zwar vorsichtig, aber bestimmt. Er trat zu Mor’anh und legte ihm beide Hände auf die Schultern. "Werden du und dein Stamm sich an der Suche beteiligen?"
Als Mor’anh ihn fragend ansah, erklärte Jonal: "Naiiro und ich werden zuerst versuchen, unsere Freunde, die Thora, zu finden. Vielleicht wissen sie mehr als wir. Auch ohne Visionen. Und dann werde ich mich mit Naiiro auf den Weg machen. Die große Suche hat mir schon immer gefallen, dafür bin ich geboren, dafür sind Naiiro und ich im Geiste eins."
Jonal machte eine Pause und schaute zuerst den Alten, und dann Mor’anh klar in die Augen: "Mor’anh, sag ganz ehrlich: wirst du dich an der Suche beteiligen - oder uns sogar begleiten?"
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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...
Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 11:15 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet (Grund : Schriftfarbe geändert) |
|  | | Mor'anh Im Volk aufgenommen

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Steckbrief Volk: Alnei
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Fr 24 Jun 2011 - 12:09 | |
| Mor'anh druckste etwas herum und schaute dabei abwechselnd seinen Vater, dem Häuptling, den Alten und dann seine Schwester Na'i an. Dann holte er tief Luft und beschrieb mit der rechten Hand eine weite Geste über die hinter ihm liegende Prärie und die dort kämpfenden jungen Krieger.
"Siehst du dort meine ganz jungen Brüder, Jonal? Sie sind noch Kinder und vor ihnen liegt eine sehr schwere Prüfung. Die erste ihres Lebens. Und sie würden es mir nie verzeihen, wenn ich als ihr junger Priester nicht bei ihnen wäre."
Er machte eine kurze Pause und sah Jonal und dann Naiiro prüfend an. "Natürlich werde ich dich begleiten," fuhr er dann fort, "aber nicht sofort. Verzeih Jonal, aber meine jungen Brüder gehen mir vor. Versteh das bitte!"
Zuletzt von Mor'anh am Mi 7 Sep 2011 - 15:19 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Jonal Landbeschützer

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Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Fr 19 Aug 2011 - 22:56 | |
| Jonal nickte sanft und verstehend. Dann seufzte er tief und schaute Mor'anh ins Gesicht.
"Ja natürlich verstehe ich dich, Mor'anh. Nur ist es für mich, und sicher auch für Naiiro, schwer zu begreifen. Denn dieses betrifft uns alle. Ich sehe da eine Gefahr lauern, alleine in der Tatsache, dass der Elbenkönig spurlos verschwunden ist. Ich hatte mit deiner Hilfe fest gerechnet!"
Er machte eine Pause, strich Naiiro sanft über den Kopf und schaute zu Boden.
"Außerdem", fuhr er etwas leiser fort, "haben wir beide uns über alle Maßen darauf gefreut, dich wieder zu sehen."
Jonal seufzte nochmal und straffte sich.
"Dann soll es also so sein: Du kümmerst dich um dein Volk - und wir beide machen uns auf die Suche. Aber zuerst werden wir versuchen, die beiden Thora zu finden. Die haben wir auch schon lange nicht mehr gesehen."
Damit drehte er sich kurzentschlossen um, bestieg den Rücken von Naiiro und winkte dem Häuptling, dem Alten, Mor'anh und natürlich Na'i zum Abschied nochmal zu.
"Wir kommen wieder, wenn unsere Aufgabe erfüllt ist. Bis dahin: macht's gut...!"
Naiiro breitete seine Flügel aus, stieß sich kurz vom Boden ab und war schon Sekunden später mit Jonal in den Wolken verschwunden.
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Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 11:15 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Ronel Meister

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Steckbrief Volk: Thora
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Di 23 Aug 2011 - 13:36 | |
| Der Turm in Weiß
Die beiden Thora sprangen aus dem Wald und erkannten erst jetzt, wie groß der Turm, den sie vom weiten gesehen hatten, eigentlich war - vielleicht 40 Meter oder höher. Er war weiß, hatte prachtvolle Verzierungen und man konnte keine Unreinheiten erkennen. Ronel und Minto hatten das Gestein, aus dem der Turm gebaut wurde noch nie zuvor gesehen. Aber auch alle anderen Bauwerke bestanden daraus und sahen wunderschön aus.
Doch wo waren die Elben? Beide Thora schauten sich zwischen den Bauten um. Es war keiner zu sehen. Aber Richtung Norden konnten sie ein paar leise und dumpfe Stimmen hören. Beide kamen immer näher und die Stimmen wurden lauter. Tatsächlich; da waren die Elben. Sie standen auf einem großen Platz und hörten einen Mann zu der auf einem Podest stand. „Wie ihr alle wisst ist Silberglanz verschwunden. Unsere Truppen sind los gezogen um ihn zu suchen“
Was danach noch kommt muss ich mir noch ausdenken. Meine Situation ist gerade ein bischen schwer. ________________________________________
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Zuletzt von Ronel am Mi 7 Sep 2011 - 15:11 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Jonal Landbeschützer

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Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Di 6 Sep 2011 - 9:22 | |
| Naiiro stieg immer höher und höher und Jonal schien die Luft so langsam immer weniger zu werden. Aber sie mussten diese gewaltige Bergkette, die die große Steppe vom Waldland der Thora trennte, überfliegen, wenn sie nicht einen gewaltigen Umweg machen wollten.
"Da oben tobt ein Schneesturm", ließ sich Naiiro zwischen zwei Flügelschlägen hören. "Ich hoffe, er ist nicht allzu schlimm."
"Können wir den nicht umfliegen?" fragte Jonal, obwohl er die Antwort schon wusste.
"Nein, mein Freund. Zieh dir nur die Jacke etwas fester. Bald wird es stürmisch zugehen."
Fünf Flügelschläge weiter waren sie schon mitten drin. Gerade eben noch im freundlichen Tal am Hang der Blauen Berge im warmen Sonnenschein gesessen - jetzt schlug Jonal eisige Kälte entgegen. Mit zitternden Fingern schloss er seinen Kragen fester zu, während kleine spitze Eiskristalle in seine Haut stachen. Und obwohl von Naiiro eine wohlige Körpertemperatur ausging, bibberte Jonal am ganzen Körper. Der Sturm heulte, wurde immer mächtiger und schien alle Eis- und Windgewalten entfesselt zu haben. Jonal merkte, wie schwer Naiiro gegen den Orkan ankämpfen musste und verbissen einen Flügelschlag nach dem anderen tat. Wie in Zeitlupe und wie unter einem inneren Zwang. Der Orkan brüllte auf, mit einer Lautstärke, als wolle er die ganze Bergwelt damit zum Einsturz bringen. Hagelkörner, so groß wie geballte Fäuste, schlugen auf Jonal und Naiiro ein.
Dann - ganz plötzlich - war es vorbei und die Sonne lugte hinter den Wolken hervor, als wenn nichts gewesen wäre. Und mit der Sonne legte sich auch der Sturm von einer Sekunde auf die andere.
Aber dieser plötzliche Wechsel von Eiseskälte und brüllendem Sturm zu blendendem Sonnenschein und Windstille hatte für Naiiro frappierende Folgen mit dem Ergebnis, dass er vollends geblendet wurde und abstürzte.
"Halt dich fest, Jonal. Ich muß notlanden!!!"
Jonal klammerte sich fest an Naiiro's Hals. Und obwohl Naiiro beim Landen beide Flügel ausgebreitet und auch alle vier Füße ausgestreckt hatte, war die Bruchlandung in einer hohen Schneeverwehung mehr als unsanft. Jonal wurde von Naiiro's Rücken geschleudert und blieb schwer schnaufend am Rand eines Abgrundes liegen. Prustend und sich den Schnee aus dem Gesicht wischend richtete Jonal sich auf und tastete sich ab. Wie durch ein Wunder schien er keine Verletzungen davon getragen zu haben.
"Naiiro! - Naiiro, was ist mit dir?!"
Keine Antwort.
Jonal stand vorsichtig auf und stampfte durch den Schnee auf den großen leblosen Drachenkörper zu. "Naiiro, was ist los mit dir?"
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|  | | Mor'anh Im Volk aufgenommen

Anzahl der Beiträge: 102 Anmeldedatum: 16.03.10 Alter: 39 Ort: Santiago de los Caballeros de Mérida, Venezuela
Steckbrief Volk: Alnei
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Mi 7 Sep 2011 - 15:39 | |
| Schon seit Stunden lief Mor'anh in seinem Zelt hin und her. Dann lief er mit gesenktem Kopf, aber in seinem Inneren aufgeregt, nach draußen, wo er fast seine Schwester über den Haufen gerannt hätte.
"Was ist mit dir los, Mor'anh? Du benimmst dich, als wenn du der kopflose Nick höchstpersönlich wärst."
"Ach Na'i, ich habe einen großen Fehler gemacht."
"Und welchen? - Halt, lass mich raten: du meinst, du hättest Jonal verraten. Stimmts?"
Mor'anh senkte den Kopf und schaute zu Boden: "Ja, stimmt. Aber was sollte ich sonst machen?!!"
Na'i schmunzelte wissend: "Reite ihm nach, Brüderchen. Ich werde schon dafür sorgen, dass die Prüfungen deiner Schüler auch ohne dich gut ablaufen."
Über Mor'anhs Gesicht kam ein Lächeln und er schaute seine Schwester freudestrahlend an: "Du meinst..."
"Ja, das meine ich. Und jetzt geh, bevor ich es mir anders überlege."
Bruder und Schwester umarmten sich noch einmal innig, dann rannte Mor'anh zu den Gehegen, um sein Davlani Racho heraus zu holen. Aus dem Verschlag holte er noch Proviant für fünf Tage und bestieg dann das prachvolle gehörnte Pferd, band sein Speer auf seinen Rücken, winkte Na'i noch einmal zu und verließ das Dorf, um die hohen blauen Berge zu erklimmen. Er wußte einen kleinen Umweg, sodaß er nicht über den Gipfel reiten musste und begann mit dem mühevollen Aufstieg.
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|  | | Gast Gast

 | Thema: Kira’s Geschichte - und ich soll sie aufschreiben Mi 7 Sep 2011 - 16:37 | |
| Schreiber Silas: Kira's Geschichte - und ich soll sie aufschreiben
Hallo, ich bin der Schreiber Silas. Eigentlich sollte ich von der Tastatur wegbleiben, denn diese Geschichte ist so ungeheuerlich, dass ich es nicht weiter erzählen dürfte. Aber Kira meinte, ich sollte es einfach machen, weil es seine Geschichte ist und er denkt, dass es einfach jeder erfahren sollte, was wirklich geschah. Damals. Oder war es heute? Oder morgen?
Siehste, und schon fängt es an, verzwickt zu werden und ein Grund, warum ich diese Geschichte nicht schreiben möchte. Denn wenn ihr lest, dass Kira aus der Zukunft stammt, und wie alles mit dem hier bisher geschehenen zusammen passt, glaubt ihr mir sowieso kein Wort mehr und legt diese Geschichte gleich wieder weg. Und wenn ich dann noch zaghaft am Rande erwähne, dass dieser 13-jährige Junge von der Zukunft in die Vergangenheit gereist ist, weil er von da gerufen wurde, um dann mir in der Gegenwart seine Geschichte zu erzählen, um anschließend wieder in die Zukunft zu entschwinden, … dann erklärt ihr mich für vollends verrückt.
Und deshalb war ich auch vorhin mit Kira im Streit. - Naja, Streit ist vielleicht nicht das richtige Wort, es war eher eine Diskussion. Eine heftige zwar, aber wir diskutierten sehr, sehr eingehend über das, was er erzählt hat. - Und seid doch mal ganz ehrlich: Wenn da ein kleiner Junge zu euch kommt und euch von kleinen Wesen und von einem Elbenkönig, von einem goldenen Drachen und von vielen anderen grausamen Drachen, von furchterregenden Völkern und von gewaltigen Dämonen erzählt und dann noch von seiner Suche nach alldem, dann werdet ihr doch auch bestimmt sagen, dass seine Phantasie mal wieder gehörig mit ihm durchgeht, oder? - Seid mal ganz ehrlich.
Andererseits … könnte auch etwas Wahres dran sein. Aber wenn tatsächlich etwas Wahres dran sein sollte und diese Geschichte nicht erfunden wurde, um euch zu Tode zu erschrecken, dann… - Ja dann werde ich euch warnen müssen, lieber nicht weiter zu lesen, weil dann auch ihr in Gefahr geraten könntet.
„Du, das ist aber nicht richtig, was du da schreibst.“
Ich schaue Kira verwirrt an, weil ich gar nicht mitbekommen hatte, dass er hinter mir steht und das mitliest, was ich euch gerade erzähle. „Wieso nicht?“ frage ich ihn.
„Na, weil die Leute es doch erfahren sollen und müssen!“
„Du möchtest also, dass die Leute Angst bekommen.“
„Nee. - Sie sollen nur gewarnt werden, weil ich es schon mal erlebt habe.“
„Na gut, akzeptiert. Dann müssen wir aber ganz von vorne beginnen, damit die Leute auch selber lesen und damit begreifen können, wie alles begonnen hat.“
Kira lehnt sich maulend an das voll gestopfte Bücherregal, schaut mich missmutig an und zuckt mit den Schultern. „Du weißt ja schon alles. Warum soll ich es denn noch mal erzählen?!“
„Weil ich ganz von vorne beginnen möchte. Sonst wird es ja nur eine Aufzählung aus meiner Erinnerung. Aber es ist doch deine Geschichte. Und ich schreibe ja nur auf, was du erlebt hast. Also komm jetzt…“
Seufzend setzt sich der Junge aus der Zukunft neben mich an den Schreibtisch, rauft sich seine strubbeligen blonden Haare und seufzt erneut. „Also gut. Wo beginnen wir?“
„Am besten dort, wo du aus dem Haus gegangen bist und die ganze Verwüstung gesehen hast.“
Kira kommen unwillkürlich die Tränen, die er verstohlen wegwischt. „Auch das mit meinen Eltern?“
„Ja, auch das – das gehört dazu. Und natürlich, wie du plötzlich die Stimmen hörtest.“
„Hmm, okay. Aber du musst auch betonen, dass es wirklich schön war an diesem Sonntag.“
„Na klar. Mach ich.“
Er überlegt kurz. „Gut. Dann fang mal an zu schreiben…“
Zuletzt von Schreiber Silas am Do 22 Sep 2011 - 20:35 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
|  | | Gast Gast

 | Thema: Ein schöner Sonntagmorgen Mi 7 Sep 2011 - 19:04 | |
| Kira: Ein schöner Sonntagmorgen
Es war ein wunderschöner Sonntagmorgen, als Kira aus dem Haus trat. Seine Eltern schliefen noch, obwohl die Sonne schon hoch am Himmel stand. Denn sie hatten am Abend vorher eine große Familienfeier gehabt und mit dem anschließenden Aufräumen und Abwaschen fast die ganze Nacht verbracht. Und um ehrlich zu sein, Kira hätte auch noch gerne ein paar Stunden im Bett gelegen, aber eine innere Unruhe trieb ihn förmlich hinaus.
Irgendwas war los heute. Es war ihm, als wenn ... ach was. Ärgerlich wischte er den Gedanken mit einer Handbewegung beiseite. Unheil! - Was sollte in ihrer Welt schon für ein Unheil geschehen?! - Außerdem war es noch nie passiert, dass einer aus dem Geschlecht der Sedanier ein Gespür für etwas Unheilvolles bekommen hatte. Erst recht nicht mit dreizehn Jahren. - Und doch...
Kira spitzte die Lippen und stieß einen besonderen Pfiff aus. Einen Pfiff, den nur einer kannte. Und der ließ sich Sekunden später aus den Wolken hören: "Kiaiiiiii-kjaiiii". Die Silhouette eines großen Vogels wurde am Himmel sichtbar, kreiste ein paar Mal über Kira und der große Habichtadler ließ sich auf Kira’s ausgestreckter Faust nieder.
"Na Aysha, schon gefrühstückt?"
Der große Greifvogel nickte ein paar Mal mit dem Kopf, als wenn er ihn verstanden hätte. Kira hatte ihn als kleines Federbündel vor zwei Jahren gefunden und seitdem waren sie unzertrennliche Freunde. Es war sogar, als wenn sie miteinander reden könnten, denn Aysha verstand jedes einzelne Wort und gab seine Antwort dadurch, indem Kira glaubte, eine Stimme in seinem Kopf zu hören. Natürlich war es nicht so, aber es war schön, sich sowas vorzustellen.
"Weißt du, was ich jetzt machen werde, Aysha?" – Als der Greifvogel wieder nickte, erklärte Kira es ihm: "Ich werde jetzt einen laaangen Spaziergang machen, bis zum Wald außerhalb der Stadt. Meine Eltern schlafen noch und werden sicher erst gegen Mittag munter werden, verstehste? Und bis dahin bin ich wieder zurück. Ich war schon lange nicht mehr im großen Wald. Begleitest du mich?"
Als Antwort darauf stieß Aysha ein kurzes "Kja-Kja" aus, breitete die Flügel aus und erhob sich in die Luft. Dabei drehte er so lustige Kapriolen, dass Kira laut lachen musste. Dann rannte er noch mal ins Haus und holte leise seine wichtigsten Sachen heraus. Er vergaß auch nicht, seinen Eltern einen Zettel hinzulegen und sich zwei Schnitten Brot einzupacken. Dann machte er sich auf den Weg.
Es war ein langer Weg. Aber für ihn, der er ein gut geübter Wanderer war und obendrein erst 13 Jahre alt, absolut kein Problem. Er liebte die Natur und war gerne draußen. Schon viele Wanderungen hatte er, entweder zusammen mit seinen Eltern oder seit letztem Jahr auch alleine, schon gemacht und war erst vor kurzem bis zu den Toren der nächsten Stadt gekommen. Reingetraut hatte er sich allerdings nicht so ganz, denn die Torwächter hatten alle so grimmig ausgesehen. Außerdem war Aysha dagegen gewesen und er hatte sich wieder auf den Heimweg gemacht. Aber der große dunkle Wald zog ihn immer besonders an. Es war schon immer so gewesen, obwohl die älteren Leute etwas Angst vor dem Wald hatten, vielleicht weil er eben so dunkel war. Aber er liebte es, diesen würzigen Duft nach Kiefern und Tannen einzuatmen. Und weiter oben auf einer kleinen Anhöhe war ja auch noch dieses kleine helle Buchen- und Eichenwäldchen. Inmitten von dunklen Tannen. Das war sein absoluter Lieblingsplatz. Von hier hatte er, über die Spitzen der Tannen hinweg, einen weiten Überblick über das Land. Ringsum erhoben sich immer wieder neue Hügel, denen neue Täler mit anderen Städten folgten, die er nicht sehen, aber erahnen konnte. Und in seinen Gedanken malte er sich die Städte in den Tälern aus, eine schöner und prunkvoller als die andere.
Kira beschleunigte seinen Schritt etwas, als ihm Menschen entgegen kamen. Sicher waren sie zur Thingstätte unterwegs, es war ja schließlich Sonntag. Schnell erreichte er das Stadttor und kein Torwächter interessierte sich für ihn. Das war nichts negatives, denn er kannte die Wächter ja alle. Und weil sie ihn kannten, winkten sie nur kurz mit der Hand und ließen ihn passieren. Aber kaum hatte er das Tor durchschritten, passierte ihm was Ungewöhnliches: er fiel der Länge nach hin. Das heißt: er strauchelte nicht über einen Ast oder einen Stein und erst recht nicht über seine eigenen Füße. Nein, er fiel einfach. Er lag auf dem Bauch und wusste nicht, warum.
Verwundert stand er auf, wischte sich den Staub von den Kleidern und drehte sich um. Warum war er gefallen?
Kira bückte sich, um den Boden genau zu untersuchen, denn er wusste genau, dass er nicht einfach so gefallen war. Es musste dort irgendwas sein, was seinen Fall verursacht hatte. Und richtig, dort blinkte etwas im Sonnenlicht. Er hob es hoch. Erstaunt zog er seine Augenbrauen hoch. Dieses Ding hatte das Aussehen eines Amulettes. Eines sehr alten Amulettes. Aber wieso konnte so ein Ding, was flach auf dem Boden lag und sicher schon von vielen Menschen getreten worden war, ihn zum Fallen bringen?!!!
Dann kam die zweite Merkwürdigkeit an diesem Sonntagmorgen. Denn kaum hatte er dieses merkwürdige Ding vom Boden aufgehoben, kam Aysha mit angelegten Flügeln auf ihn nieder gestürzt und versuchte aufgeregt, ihm das Amulett zu entreißen.
"Aysha, was soll das?! – Bist du verrückt geworden?" – Verzweifelt wehrte Kira den Angriffen des großen Greifvogels ab. Aber ohne Erfolg. Der Habichtadler, der eine stolze Flügelspannweite von über zweieinhalb Metern hatte, ließ Kira keine Chance.
"Verdammt noch mal", schrie Kira wütend, "wenn du das Glitzerding unbedingt haben willst, dann hier. Da hast du es!" – Wutentbrannt warf er das Amulett weit von sich, worauf Aysha es sich schnappte und sich wieder in die Luft erhob. – Verwundert schüttelte Kira den Kopf. Sowas hatte Aysha noch nie gemacht. Er hatte ihn ja sogar mutwillig angegriffen. Kira wusste, dass andere Vögel, darunter auch Elster, ganz scharf auf glitzernde Gegenstände waren. Aber Aysha? Dann hätte er doch noch viel früher die Gelegenheit dazu gehabt, denn seine Mutter trug ja auch viele glänzende Gegenstände als Kette um ihren Hals. Und da war Aysha noch nie drauf losgegangen.
Kopfschüttelnd setzte er seinen Weg fort. Und obwohl er sich auf den Wald freute, dachte er immer wieder über dieses Amulett nach. Warum war er gefallen? Oder hatte ihn das Amulett zurück gehalten? Warum war Aysha so hysterisch auf ihn und dem Amulett losgegangen? Was war mit dem Ding los? Und überhaupt: wo kam es her? Denn als er es zum ersten Mal betrachtet hatte, war es keine Arbeit von den Goldschmieden seiner Stadt gewesen. Also musste es von woanders her stammen. Und wie kam es hier her? Und noch einmal: wieso war er ohne Grund gefallen. Wegen dem Amulett? – Da schien wohl noch ein weit größeres Geheimnis dahinter zu stecken, als es momentan den Anschein hatte…
Zuletzt von Kira am Do 22 Sep 2011 - 20:27 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Jonal Landbeschützer

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Steckbrief Volk: Sedanier
 | Thema: Re: 2 - Erste Begegnungen Do 8 Sep 2011 - 0:00 | |
| Jonal hockte im tiefen Schnee nahe bei Naiiro und streichelte den Hals des goldenen Drachen. Tränen liefen über sein Gesicht. Aber er spürte, dass noch Leben in Naiiro steckte, Leben, dass irgendwie behindert wurde, ins Freie zu gelangen.
"Bitte Naiiro, komm wieder," schluchzte er. "Lass mich nicht im Stich. Du bist doch das Beste, was ich habe."
Während er still vor sich hinweinend so dasaß, wurde er auf einmal ruhiger und immer ruhiger - und unbewusst formten seine Lippen die Worte: "Du bist ich und ich bin du. Zwei Körper und eine Seele. Du und ich, ich und du. Zwei Seelen werden eins. Ich und du, du und ich..."
Und plötzlich spürte Jonal, dass ganz tief in ihm drinnen etwas am Erwachen war. Etwas Mächtiges. Er schaute auf seine Hände, die plötzlich von einer blauen Aura umgeben waren. Etwas war in ihm, was jetzt raus wollte. 'Magie,' schoss es ihm in den Sinn, 'Drachenmagie'.
Wie unter einem inneren Drang, der ihn voll und ganz beherrschte, legte er seine von blauer Magie strahlenden Hände auf die Augen und den Hals des Drachen. Wärme durchflutete ihn, bis er innerlich glühte und meinte, verbrennen zu müssen. Und immer wieder murmelte er die Worte: "Du und ich, ich und du". - Das Strahlen seiner Hände wurde intensiver und nahm Besitz von dem leblosen Drachenkörper, drang in ihm ein, sodass Naiiro von innen her zu erstrahlen begann...
Abrupt brach die Magie ab, Jonal sank erschöpft zusammen. Das letzte, was er noch vernahm, bevor er ohnmächtig wurde, waren die Worte Naiiro's:
"Was machst du da?! - Zum Schlafen haben wir jetzt keine Zeit. Auf mit dir..."
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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...
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|  | | Gast Gast

 | Thema: Kira meckert und umgarnt mich Fr 9 Sep 2011 - 10:22 | |
| Schreiber Silas: Kira meckert und umgarnt mich
„Wieso hörst du auf zu schreiben?“ – Kira wurde etwas ungeduldig, als ich mich zurück lehnte und meine Finger massierte.
„Mein lieber Junge“, antworte ich ihm gequält, „ich muss ja schließlich aus deiner knappen Beschreibung eine ganze Geschichte schreiben. Meinst du nicht auch, dass das etwas anstrengt?“
„Ja und?“ meinte er schnippisch, „ist doch schließlich dein Job, oder?“
„Das war eine ganz freche Antwort, Kira. Und eine unverschämte dazu. Das brauche ich mir nicht gefallen zu lassen. Ich packe jetzt meine Sachen zusammen und dann gehe ich. Sieh doch selber zu, wie du deine Geschichte an den Mann bringst!“
Ich war, ehrlich gesagt, echt sauer. Ich versuchte, ihm den Gefallen zu tun, seine Geschichte zu schreiben und damit zu verbreiten, … und er? Naja, er tat dann einfach das, was 10-11-12-13jährige am besten können und wir Erwachsene uns immer wieder davon erweichen lassen: Er trat hinter mich, legte seine beiden Arme über meine Schultern, drückte sein Gesicht an meinen stacheligen Ein-Tages-Bart und säuselte himmelsüß: „Ach Silas, du bist doch der Einzige, den ich habe. Und du weißt, dass ich dich niemals verletzen würde. Bitte-bitte, tu mir den Gefallen und schreib weiter. - Ja?“
Ich konnte nicht anders, musste sogar lächeln, atmete aber absichtlich laut und tief ein und wieder aus. „Na gut. - Aber du hast mir immer noch nicht erzählt, was mit dem Amulett los war.“
„Das kommt doch noch, mein Freund.“
Obwohl ich total beeindruckt war von den sanften Einschmeichelungsversuchen, löste ich mich aus der Umklammerung und setzte mich wieder auf. Kira richtete sich ebenfalls auf und lief zum Fenster, wo er lange hinaus blickte.
„Und was ist mit dem Wald?“ fragte ich ihn.
„Du meinst sicher, wie lange es gedauert hat. Oh, nur ne gute Stunde. Es ist zwar nicht so weit, aber es geht immer bergauf. Sollen wir da weiter machen, wo ich dann im Wald bin und dann zu diesem kleinen Hügel laufe, wo ich mich dann hinsetze und Aysha…“
„Moment, Moment“, unterbrach ich seinen Redeschwall. „So schnell kann ich nicht.“
„Und wo willst du weiterschreiben?“
„Ich denke, wenn im Wald selber nichts besonderes passierte, dann fangen wir beim Hügel an.“
Kira zuckt zusammen. „Dann kommt sicher auch das…“
Als er stockte und mich fragend ansieht, ergänze ich schnell: „… ja, genau das.“
Er seufzt und senkt den Kopf. „Ich weiß, das gehört dazu. Aber es ist schrecklich, immer wieder daran erinnert zu werden. Kannst du das verstehn?“
„Ja“, seufze jetzt auch ich. „Aber wenn du allen erzählen willst, was passiert ist, dann musst du da noch mal durch.“ - Ich will aufstehen, um zu ihm zu gehen und ihm Trost zu geben, aber er kommt mir zuvor.
„Na gut“, winkt er ab. „Dann also weiter im Eichenwäldchen in dem großen dunklen Wald. Schreibst du schon?“
Ich setze mich wieder. „Ja, ich bin soweit…“
Zuletzt von Schreiber Silas am Do 22 Sep 2011 - 20:35 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
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