R d E - Revolution der Erben

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 1 - Das Leben der Völker

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Jonal
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BeitragThema: 1 - Das Leben der Völker   So 14 März 2010 - 9:14

"Juchuuuu", jubelte Naiiro, der goldene Drache, als er weit über den Wolken flog und das Nichts unter sich erblickte.

"Bist du verrückt?" fragte Jonal, sein Drachenreiter. "Weißt du überhaupt, was du da tust und sagst?"

"Ja natürlich weiß ich das, mein Reiter. Wir fliegen über dem absoluten Nichts!"

Jonal richtete sich auf. "Denkst du etwa gerade an die Unendliche Geschichte?"

Naiiro lachte wieder. "Ja genau. Dort war es mein Vetter, der Glücksdrache Fuchur, der erkannt hat, dass aus dem Nichts dennoch etwas werden kann, wenn man nur will."

"Und genügend Phantasie hat", ergänzte Jonal. "Sag mal, wieviele Welten können eigentlich entstehen? Durch die Phantasie, meine ich."

"Ach Jonal. Unendlich viele. Das müsstest du doch am besten wissen. Du bist doch auch eine Phantasie eines menschlichen Geistes, genau wie ich. Oder wusstest du das nicht?"

"Oh doch", beeilte Jonal sich zu bestätigen. "Aber können denn mehrere Phantasien und Welten nebeneinander existieren? Ich stelle mir das ganz kompliziert vor. Du nicht?"

"Das ist es ja eben, Jonal. Die Herausforderung ist es, was die Phantasie jedes Menschen ankurbelt, erstaunliches zu leisten."

"Und damit dieses Nichts da unten zu füllen?" Jonal war misstrauisch geworden und schaute in das schwarze Etwas, woraus mal... - "Glaube ich dir nicht", meinte er dann.

Naiiro lachte, dass seine Drachenschuppen zu klimpern begannen. "Du glaubst es nicht? Dann schaue mal dich und mich an. Wir sind soeben von einem Menschen zum Leben erweckt worden. Durch seine Phantasie!"

"Und du meinst, das können andere auch?"

"Aber sicher. Sie müssen sich nur trauen, ihrer Phantasie freie Zügel zu geben. Und der nächste wird vielleicht schon das dunkle Nichts in eine grüne Steppe verwandeln. Er muss es nur wollen..."

Jonal schmunzelte. Ja, das wäre schön. Aber würde es Menschen geben, die das Nichts ausfüllen könnten mit wahrem Leben? - Es hiess jetzt einfach, abzuwarten. "Komm, dreh um. Ich will wieder nach Hause nach Sedanien. Und morgen oder übermorgen besuchen wir die Thora. Einverstanden?"

"Na klar", antwortete Naiiro fröhlich, drehte eine scharfe Rechtskurve, verließ damit das noch unerforschte Land jenseits Thoranien, Sedanien und dem Fluchwald und landete wenig später...


Zuletzt von Jonal am Fr 25 Mai 2012 - 2:50 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Ronel
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BeitragThema: Stürmischer Herbsttag   Mo 15 März 2010 - 6:56

Es war ein stürmischer Herbsttag und graue Wolken standen am Himmel.

Ronel, ein kleiner Thora aus Thoranien, der zwischen den Wäldern von Nienanor wohnte, holte gerade ein paar Holzscheite aus dem Holzkorb und legte sie in den Kamin. Dann wollte er sich gemütlich in seinen Sessel fallen lassen, doch gerade als er dies tat klopfte es an der Tür. "Eahhhhm" stöhnte Ronel, stand wieder auf und macht sich zur Tür auf.
Gerade mal ein Spalt weit offen war die Tür, da drückte die Person von Draußen fest die Tür auf. Es war Minto, der mit vom Wind verwehten Haaren schnell rein wollte und gleich mit ihm ein paar Blätter.


Zuletzt von Ronel am Mo 17 Dez 2012 - 10:37 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Jonal
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Volk: Sedanier

BeitragThema: Jonal ist zufrieden. - Oder?   Mo 15 März 2010 - 8:51

Zufrieden lehnte Jonal sich in seinen Sessel auf der Veranda seines Hauses zurück. Er schloß die Augen und dachte an vergangene Zeiten. Er war einmal ein Prinz gewesen. Ein mächtiger Prinz. Ganz Sedanien, welches im Norden des Kontinents Almoria lag, hatte ihm zu Füßen gelegen. Dann war ihm die Idee mit der Demokratie gekommen und er hatte sie umgesetzt. Jetzt hatten die Sedanier einen Präsidenten und ein Parlament, welches vom Volk bestimmt wurde. Und alle Bestimmungen und Gesetze wurden jetzt durch einen Volksentscheid bestimmt und vom Parlament ausgeführt.

Jonal durfte sich also selbstzufrieden ausruhen. Denn er hatte für sein Volk alles erreicht, damit es frei und unabhängig ist.

Und jetzt war er auf Almoria, diesem wunderbaren Kontinent voller Frieden, oft als „einsamer Wanderer“ unterwegs, obwohl die kleine Stadt Sedania und die sie umgebenen Dörfer und Ländereien, nahe der Grenze zu Thoranien, sein Zuhause war. Und er war glücklich, wenn er an diese wunderbaren kleinen Geschöpfe der Thora zurück dachte und auch an ihre gemeinsamen Abenteuer. ‚Wie mag es jetzt wohl Ronal und Minto gehen?’ dachte er und richtete sich auf. Ronel und Minto waren ihm in ihren zurückliegenden Abenteuern sehr enge Freunde geworden, auch wenn sie gemeinsam nichts gegen ihre allmächtigen Feinde ausrichten konnten (siehe die ersten Abenteuer im Vorgänger-Forum)

Ein Lächeln glitt über sein Gesicht. Ja, nicht nur Ronel, sondern auch der Elbe Silberglanz war es, der ihm über alles Freude beschert hatte. Und natürlich erst recht Naiiro, sein goldener Drache, mit dem er Zeit seines Lebens verbunden war, körperlich und geistig. Er war überall als Drachenreiter bekannt, der anderen Wesen half, wenn sie mal in Not waren. Eigentlich könnte er doch sehr zufrieden sein.

Doch … etwas fehlte noch. Jonal stand beunruhigt auf, als er daran dachte, dass ja gerade das Gerücht umging, dass der Herr der Elben urplötzlich verschwunden war.

Wieso war Silberglanz verschwunden?!! - Kam da ein neues Abenteuer auf sie zu?


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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...


Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 3:15 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Jonal
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BeitragThema: Naiiro seufzt und grinst   Di 16 März 2010 - 3:49

Ein sanftes Tapsen schüttelte Jonal aus seinen Gedanken. Naiiro, der goldene Drache, kam langsam näher und legte seinen Kopf auf seine Vorderfüße. Und bevor Jonal ihn daran hindern konnte, seufzte Naiiro ganz erbärmlich. Dabei sollte man wissen, dass ein solcher Riesen-Seufzer von Naiiro so ungefähr einem Orkan mit Windstärke 10 gleichkommt, der Jonal zuerst wieder zurück in seinen Sessel presste, um dann gemeinsam mit ihm gegen die Hauswand geschleudert zu werden, einschließlich zweifachem Salto versteht sich.

Jonal rappelte sich wieder auf. „Bist du verrückt geworden, so zu seufzen?“ schrie er ärgerlich und putzte sich den Staub von den Kleidern. „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du die andere Richtung nehmen sollst!!!“ - Grimmig schaute er Naiiro an, schmunzelte dann aber, als er daran dachte, dass es ja auch ein Niesen hätte werden können…

„Mir ist langweilig“, brummelte Naiiro und hob den Kopf. „Gibt es denn noch keine Nachrichten über Silberglanz?“

„Nee.“ Jonal stellte den Sessel wieder auf und setzte sich. „Der ist verschwunden. Spurlos.“

Naiiro setzte sich auf. „Aber Jonal, dann müssen wir ihn suchen!“

„Ach ne, du Schlaumeier. Und wo, bitteschön? Die Elben haben schon alles abgesucht und keine Spur gefunden. Wo sollten denn wir noch suchen.“

„Vielleicht weiß Ronel ja etwas …“

„Wenn die Thora etwas gesehen hätten, dann hätten sie es auch gemeldet.“

„Jetzt sei doch nicht gleich so patzig, nur weil ich einmal ein klein wenig geseufzt habe!“

Jonal fuhr wieder hoch. „Klein wenig??? - Das nennst du klein wenig???“

Naiiro schwenkte mit dem Kopf und Jonal meinte, ein schelmisches Grinsen erkennen zu können. Aber das weiß man bei einem Drachen ja nie so genau.
Oder?

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BeitragThema: Re: 1 - Das Leben der Völker   Di 16 März 2010 - 5:00

"Was stürmst du den hier rein?" fragte Ronel. "Das siehst du hinter mir, mein Freund!" antwortete Minto " Ich war gerade in der nähe, als dieser Sturm los ging. Da dachte ich mir, dass ich hier mal vorbei komme.". "Ist ja gut, Minto. Jetzt bist du ja hier." äußerte sich Ronel mit einem lächeln. "Setze dich doch auf das Sofa, wenn du magst. Möchtest du etwas zu trinken? Ein Wasser oder Tee?" - "Hast du Bier?" antwortete Minto. "Bier? seid wann trinkst du Bier?", fragte Ronel "Aber na schön. Ich Komme sofort mit frisch gezapften aus dem Keller!".

 "So. Hier dein Krug Bier." sagte Ronel und setzte sich auf den Sessel gegenüber. "Nagut, Ronel. Ich bin nicht hier, weil ich vorbeigekommen bin, damit ich Sicher vor dem Sturm bin und um Bier mit dir zutrinken. Sondern..." - "Nicht schon wieder schlechte Neuigkeiten, oder?" unterbrach Ronel. "Doch." erwiderte Minto, "Es spricht sich überall herum. Silberglanz ist verschwunden! Und, da du so abgelegen von Nienanor wohnst, dachte ich du weißt es vielleicht noch nicht. Und...". Ronel unterbrach ihn zum zweiten mal "...da dachtest du, ich helfe mit dir ihn zu suchen?". "Genau das wollte ich. Hättest du Lust auf ein neues Abenteuer?" antwortete Minto. "Natürlich!" rief Ronel. 


Zuletzt von Ronel am Sa 14 Apr 2012 - 9:47 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Mor'anh
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BeitragThema: Die Khentorei   Di 16 März 2010 - 9:11

Seit Menschengedenken ziehen die Khentorei auf ihren riesigen Einhörnern als Nomaden durch die weite Ebene nördlich der Berge von Thoranien. Jedes Jahr um dieselbe Zeit lagern sie am Fuße der blauen Berge, um ihre neuen Gebieter zu wählen. So auch jetzt, wo die Alnei vom Stamm der Khentorei am Rande der weiten Steppe, die sie mit ihren riesigen, prachtvollen und gehörnten Pferden, Davlani genannt, bevölkern, auf diese Wahl warten.

Jeder vertreibt sich irgendwie die Zeit. Die älteren üben sich im Stockkampf oder im Bogenschießen. Die jüngeren, die schon ein Davlani reiten dürfen, seit sie ihre Initiation zum Stamm erhalten haben, sind in der nahen Steppe unterwegs, um sich mit ihren Stammesbrüdern zu messen. Sogar die Jüngsten sind mit ihren normalen Pferden unterwegs, um dann an den Felsen der blauen Berge ihre Kletterkünste zu erproben. Sie wollen so sein wie Mor'anh, der ihnen ein Vorbild, ein Idol ist. Denn obwohl Mor'anh erst 15 Jahre alt ist, ist er, dessen Name "Junger Wolf" bedeutet, genauso wie sein Stamm Alnei "der Stamm der Wölfe" ist, schon ein bedeutender Krieger und wird von allen geachtet.

Mor'anh ist nämlich der Sohn von Gebieter Ilna und ein junger Priester. Er trägt sein tiefschwarzes Haar kurz und reitet das schneeweiße Davlani Racho. – Sein Name ist allerdings etwas seltsam, denn MOR’ANH bedeutet außerdem noch Speer des Himmels, Blitzstrahl. Er ist trotz seines jungen Alters schon ein mächtiger Krieger, herausragend bei der Jagd und ein Meister auf der Trommel.

Jetzt allerdings schweigt die Trommel und Mor'anh sitzt voller Zuversicht in seinem Tipi und schärft die Spitze seines Speeres. Denn morgen möchte er mit seinem Waffenbruder Hran auf die Jagd gehen, um vielleicht einen Büffel oder sogar ein Federrhino, ein selten gewordenes Rhinozeros mit Federn, zu erlegen.



Zuletzt von Mor'anh am Mi 7 Sep 2011 - 3:01 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Jonal
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BeitragThema: Naiiro hat eine Idee   Mi 17 März 2010 - 9:21

„Du führst doch wieder was im Schilde.“ Jonal trat an Naiiro heran und hob gleich abwehrend die Hände. „Oh nein, mein Lieber. Ich spüre da etwas.“

„Du schwitzt ja“, sagte Naiiro nur, ohne auf die Bemerkung einzugehen. Dann streckte er seine Zunge heraus und leckte Jonal damit am Kinn. „Hmm, Salz. Salz vom Schweiß…“

„Ach lass das!“ Ärgerlich wehrte Jonal die klebrige Zunge ab und wischte sich mit dem Ärmel das Kinn trocken. „Erzähl mir lieber, was du vorhast. Ne warte, lass mich raten. Du willst in das unerforschte Nichts.“ - Naiiro schüttelte mit dem Kopf.

„Na gut. Deinen Gefühlen zu urteilen willst du zu den Thora. Hab ich recht?“

Naiiro richte sich auf. „Genaauuu. Aber du weißt nicht, was ich von denen wissen möchte.“

„Ach kuck an. Ich soll nicht wissen, was du haben möchtest? Naiiro, ich kann deine Gefühle spüren, vergiss das nicht. Ich kenne ja meinen Pappenheimer.“

„Pappenheimer???“ Naiiro hob den Kopf und funkelte zornig mit den Augen. „Sag das nicht noch mal!!!“

„Na gut“, lenkte Jonal schmunzelnd ein. „Und was willst du von den Thora haben?“

„Nicht haben. Ich will einfach von denen wissen, wie sie immer wieder ihre Ruhe finden!“

„Ruhe? Du bist doch derjenige, der mich immer wieder stört, dass ihm soooo langweilig ist!“

„Ich?“

„Ja, du.“

„Ach so.“ Naiiro drehte sich um. „Nagut, dann kann ich ja meine Idee mir selber erzählen.“

„Naiiro, bitte. So war das doch nicht gemeint.“ Jonal rannte um Naiiro herum und schaute ihn in die Augen. „Du hast eine neue Idee?“

„Hmm“, nickte Naiiro.

„Jetzt komm, sei nicht eingeschnappt. Was ist das für eine Idee.“

Naiiro holte tief Luft. „Nagut, dir kann ich’s ja erzählen. Horche auf meine Gedanken, denn die kann sonst keiner hören“.



Jetzt habe ich als Erzähler ein Problem. Denn ich bin ja nicht Jonal, der mit seinem Drachen verbunden ist, und deshalb auch die Gedanken der beiden nicht mithören kann. Kurz: ich weiß nicht, was sich die beiden so ganz stumm erzählen. Aber vielleicht bekomme ich es ja noch raus. Und dann werde ich es gleich an euch weiter geben. Okay?


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Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...


Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 3:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1 - Das Leben der Völker   Sa 20 März 2010 - 0:34

"Minto, es stürmt draußen. Sollen wir nicht warten bis es aufhört und dann los ziehen?" fragte Ronel. "Nein, es könnte Morgen schon zu spät sein." antwortete Minto, "Wir sollten unsere Sachen packen und zu den Elben. Vielleicht wissen die mehr als wir denken.". 
Die beiden Thora packten sofort ihr Gepäck und liefen nach draußen.

"Zu den Elben geht es dort entlang." rief Ronel. 
Dann gingen die beiden los in die Richtung des Gamschis, dort wo der Tham in ihm mündet.

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Der einzige Groll, den man hier findet, ist der, den man selbst hegt.


Zuletzt von Ronel am Mo 17 Dez 2012 - 8:42 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Mor'anh
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BeitragThema: Na’i hat neue Visionen   Sa 20 März 2010 - 22:41

Atemlos stürzte Na’i in das Tipi ihres Bruders und ließ sich erschöpft vor ihm niederfallen: „Mor’anh, ich hatte heute wieder eine Vision. Und ich mag damit nicht schon wieder zu Vater gehen. Er war gestern schon so ungehalten zu mir.“

Mor’anh, der im Begriff stand, mit seinem Waffenbruder Hran zu trainieren und deshalb mit dem Speer in der Hand fast mit seiner älteren Schwester zusammen gestoßen wäre, schaute grimmig auf seine Schwester herab: „Kannst du dir nicht endlich mal angewöhnen, nicht immer gleich in mein Zelt zu stürmen? Irgendwann rennst du in meinen offenen Speer oder Messer. Kapiere das doch endlich mal: nichts kann so wichtig sein, dass man seine eigene Sicherheit vergisst. – Jetzt komm wieder hoch und setz dich.“

Na’i tat es und fing an zu erzählen. Sie erzählte von der heutigen Vision, wo sie eine gewaltige schwarze Ebene gesehen hatte, die so langsam zu einer neuen riesigen Insel wurde. Sie erzählte von den Visionen der letzten Tage, von einem König eines weisen Volkes, welcher urplötzlich verschwunden war. Sie erzählte von kleinen gütigen Wesen und einem goldenen Drachen mit einem Reiter. Und sie erzählte, dass sie Wesen gesehen hatte, die ihr nie vorher in ihren Visionen aufgefallen waren, die aber das Böse mit sich rumschleppten. Dann brach sie in ein tiefes Schluchzen aus und große Tränen rannen ihre Wangen herunter.

„Oh Mor’anh, was sollen wir tun?! Bisher sind alle meine Prophezeiungen wahr geworden.“

Mor’anh blieb nur einen Moment stumm. Dann fasste er sie bei der Hand und zog sie hoch: „Okay Na’i, die kleinen Wesen waren sicher die Thora - und der Reiter auf dem goldenen Drachen war sicher Jonal mit Naiiro. Aber das andere weiß ich auch nicht. Komm, wir gehen jetzt zum Alten. Vielleicht kann er es deuten.“



Zuletzt von Mor'anh am Mi 7 Sep 2011 - 3:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Die Idee von Naiiro wird verschoben   Mo 22 März 2010 - 5:17

Früh am Morgen legte Jonal den speziellen Sattel auf Naiiro’s Rücken, sammelte noch etwas Essbares zusammen, verstaute alles sorgfältig, vergaß auch nicht den Tabak für Ronel und Minto und bestieg dann den Rücken des goldenen Drachens.

„Oh Mann, du wirst immer noch größer“, stöhnte Jonal, als er endlich im Sattel saß.

„Nicht mehr lange“, lächelte Naiiro. „In diesem Jahr werde ich ausgewachsen sein. Bleibt es dabei, was wir abgesprochen haben?“

„Jep“, antwortete Jonal.

„Dann mal los“, rief Naiiro, breitete seine Flügel aus, stieß sich in die Luft … und ein Freudenjauchzer durchbrach die Stille: „Juchhuuuu – Tut das guuut…“

Jonal lächelte, denn ihm ging es ja genauso. Er fühlte sich immer am besten, wenn er auf Naiiro’s Rücken sitzend die Ländereien überflog. Es war ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer gleichzeitig. Um nichts in der Welt würde er dieses Gefühl mit jemandem tauschen wollen. Um nichts in der Welt möchte er dieses Gefühl missen, mit Naiiro, dem letzten noch lebenden goldenen Drachen, in einer perfekten Symbiose zu leben, einer geistigen Verbindung, die bis zum Ende seines Lebens bestehen würde. - Kurz: er war einfach glücklich.

Gleichzeitig dachte er auch an die beiden Thora Ronel und Minto und lächelte, als er an das freudige Gesicht von Ronel dachte, was dieser haben würde, wenn er ihm den Tabak aus Sedanien überreicht. Denn der sedanische Tabak war der beste der Welt, ohne schädliche Stoffe für den Körper, dabei aber voller Aroma und wohlschmeckend.

Plötzlich kam ihm ein Gedanke, den Naiiro aber sofort empfing: „Da könntest du recht haben.“

„Womit?“ fragte Jonal verwirrt.

Naiiro lachte laut. „Na, dass wir zuerst mal schauen, wo die Khentorei sind. Und dann, ob sich etwas im Nichts getan hat. Ich drehe also mal ne Ehrenrunde, mein Reiter.“

Jetzt musste auch Jonal lachen: „Vor dir kann ich aber auch gar nichts geheim halten.“

„Ist das schlimm?“

Jonal klopfte Naiiro auf den Hals. „Nein mein Freund, eher das Gegenteil. - Also komm, dann lass’ uns über die Steppe fliegen und dann ins Nichts.“

„Einverstanden. - Halt dich fest, jetzt kommt ne Linkskurveeeee…“




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Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 3:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Falsche Richtung und Entdeckungen   Di 23 März 2010 - 2:57

Sie waren schon eine Weile unterwegs, als Jonal auffiel, dass sie nicht nach Südosten flogen, sondern sich über der weiten Schnee- und Eislandschaft Sedaniens befanden.

"Naiiro, warum fliegst du da entlang?" schrie Jonal über das Heulen des Windes hinweg, der durch den Fahrtwind verursacht wurde. "Ich dachte, wir wollten zuerst zu den Alnei!"

"Machen wir auch noch," antwortete Naiiro ganz ruhig. "Ich wollte nur wieder mal richtige eisige Luft in mich reinatmen."

"Na, dann kannst du auch einen kleinen Abstecher über das Nichts machen, damit wir sehen können, ob sich da schon was getan hat."

In der Ferne sahen sie jetzt den riesigen Eiskristall-Palast vorüber ziehen, der einst Jonal's Heim gewesen war und jetzt das Parlament Sedanien's beherbergte. Dann kam die Küste in Sicht.

Und plötzlich hämmerte Jonal mit beiden Fäusten auf den gepanzerten Nacken von Naiiro und schrie: "Naiiro, das Nichts ist grün geworden. Die kleine Insel da vorne war vorher noch nicht da!!!"

"Ja, das sehe ich auch," brummte Naiiro ärgerlich. "Und wenn du weiter so rumhämmerst, dann machst du noch meine schöne Halskrause kaputt!"

"Ich?"

"Ja du!"

"Wie kann ich schon deine Halskrause kaputt machen."

"Durch's rumhämmern..."

"Ach nee."

"Ach ja!"

"Und was ist mit der riesigen grünen Insel da vorne? Die war vorher auch nicht da!" ereiferte sich Jonal.

"Und meine Halskrause bald auch nicht mehr," meckerte Naiiro weiter, lenkte dann aber ein: "Aber du hast schon recht. Da müssen neue Wesen zugezogen sein."

Jonal musste lachen: "Du und deine Halskrause. Ich werde sie dir demnächst in allen Regenbogenfarben anmalen und dann..."

"Untersteh' dich," unterbrach Naiiro ihn gereizt. "Wenn hier einer malt, dann bin ich das. Ich nenne das dann aber ... rösten!" - Belustigt über seinen eigenen Witz lachte Naiiro laut los.

Jonal lachte mit: "Oh Mann, werde ich dann aber schön knusprig braun werden." Dann wurde er wieder ernst. "Und wem melden wir es jetzt zuerst? Ich meine, das mit den beiden Inseln? Ronel oder Mor'anh?"

"Ich schlage vor: Mor'anh. Seine Schwester sieht so appetitlich aus." - Mit einem lauten Lachen und einem Flügelschlag drehte sich Naiiro in die andere Richtung und sie flogen auf die weite Steppe der Khentorei zu.


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Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 3:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Der Alte   Mi 24 März 2010 - 11:54

Der Alte war Mor’anh immer ein guter Freund gewesen, wie allen im Stamm der Alnei. Er war alt, unsagbar alt. Sogar sein Vater hatte den Alten schon so gesehen, wie Mor’anh ihn sah. Und auch andere Jäger des Stammes und auch deren Väter und deren Väter, hatten den Alten immer nur DER ALTE genannt. Langes schneeweißes Haar zierte sein Haupt und trotz seines hohen Alters lag immer noch dieses spitzbübische Lächeln in seinem Gesicht. Er war weise und wusste alles. Man sagte ihm sogar wundersame Dinge nach, und mancher Stammesangehörige ging krank in sein Zelt und kam gesund wieder heraus. Man sagte sogar, das der Alte mit den Mächten des Guten in Verbindung stand und magische …

Mor’anh unterbrach seinen Gedankengang, als sie vor dem großen Tipi des Alten ankamen. Na’i betätigte die kunstvoll geschnitzte Holzglocke und ein tiefes lang gezogenes „Jaaaa“ ertönte aus dem Inneren des Zeltes. Na’i und Mor’anh traten ein.

„Ach meine Kinder. Wie freut es mich, euch zu sehen. Seit wir hier unser Lager aufgeschlagen haben, habt ihr euch nicht blicken lassen. Und ich mag eure Gesellschaft doch so sehr. Das wisst ihr doch“.

Mor’anh wollte antworten, aber Na’i kam ihm zuvor:

„Tut uns sehr leid. Aber wir waren alle so beschäftigt mit den Vorbereitungen zum Fest und wollten dich damit nicht belästigen“.

Das war von Na'i eine glatte Lüge. Mor’anh ballte die Fäuste. Denn die Wahrheit war, dass sie den Alten einfach vergessen hatten, weil sie mit was anderem beschäftigt gewesen waren. Wären nicht die Visionen von Na’i gewesen, dann hätte der Alte sicher auch heute vergeblich gewartet. – Aber der Alte ging gar nicht darauf ein und fragte lächelnd:

„Du hast heute wieder eine Vision gehabt, mein Kind?“

Na’i errötete leicht, was sie aber seit letzter Zeit öfter tat, wenn ein Mann sie ansprach. Aber Mor’anh übernahm diesmal die Erklärung:

„Ja, sie hat seit ein paar Tagen Visionen. Dieses Mal sind es aber Visionen, die nur Du erklären kannst. Denn sie erzählen von etwas, was nicht von dieser Welt ist“.

Er gab Na’i einen Wink, sie setzten sich neben dem Alten in die weichen Polster, und Na’i begann zu erzählen. Als sie geendet hatte, setzte der Alte ein finsteres Gesicht auf.

„Das hatte ich geahnt, aber nicht gewusst, dass es so schnell kommen würde. Es liegt was Böses in der Luft. Und es kommt uns immer näher. - Und wenn nicht bald der verschwundene Herr der Elben wieder auftaucht, wird es ein großes Unglück geben. Die Alnei werden sich rüsten müssen.“





Off topic: Tipi siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tipi


Zuletzt von Mor'anh am Mi 7 Sep 2011 - 3:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1 - Das Leben der Völker   Di 6 Apr 2010 - 3:15

Schon seit Tagen hatte Mor’anh keinen Bissen angerührt. Ihm war nicht danach zumute nach dem Gespräch mit dem Alten. Nur seine Schwester Na'i brachte ihm ab und zu ein Schälchen Suppe, wo er zwar kostete, aber ihre helfende Hand schnell wieder zur Seite schob, was Na'i dann wieder dazu veranlasste, schwermütig sein Tipi zu verlassen. Insgeheim verfluchte Mor’anh seine jetzige Stimmung, denn er traf damit die Menschen, die er am liebsten hatte.

Plötzlich wurde die Eingangsplane seines Tipi’s abrupt geöffnet und ein Bote stürzte herein: „Mor’anh, entschuldige bitte, das ich dich störe. Aber wir haben etwas ungewöhnliches gesehen!“

Mor’anh sprang auf. „Was hast du gesehen?!!! – Sprich – schnell!!!“

„Etwas Goldenes erschien über den Bergen, es funkelte im Sonnenlicht. Aber darauf…“

„Naiiro“, jauchzte Mor’anh und machte einen Satz. „Dann kommt Jonal zu uns“. Dann ließ er sich wieder kraftlos fallen. „Aber er kann ja auch nichts gegen die Prophezeiungen machen. Es wird alles seinen Weg gehen und die Khentorei…“

Er sprach nicht weiter. Der Bote sah ihn entsetzt an und verließ das Zelt.



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BeitragThema: Re: 1 - Das Leben der Völker   Mi 7 Apr 2010 - 4:35

Mit einem gewaltigen Schlag seiner Flügel erklomm Naiiro die Spitze der Blauen Berge und ließ sich auf der anderen Seite einfach fallen. Mit weit ausgebreiteten Flügeln nutzte er den Aufwind aus, der ihn sanft zum Tal hinunter trug. Naiiro jauchzte auf:

"Juhuuu, gehts mir guuuut...."

Auch Jonal hatte dieses Ereignis ergriffen. Er richtete sich hoch auf und streckte beide Arme von sich. Er ließ sich von dem warmen Wind, der diesseits der Berge aus dem Tal herauf strömte, zu einer wahren Begeisterung hinreißen.

"Oh Mann, Naiiro, ist das toll. Ich wünschte, ich könnte tagelang so mit dir schweben".

"Möchte ich auch gerne", antwortete Naiiro. "Aber dauert nicht mehr lange, dann sind wir unten. Und ich sehe schon, dass wir erwartet werden".

Jonal beugte sich etwas seitwärts und erkannte trotz der Höhe einige Punkte, die sich ihrem voraussichtlichen Landeplatz schnell näherten.

"Ob das schon Mor'anh ist?" fragte er zögernd.

"Aber sicher doch. Der weiß durch seine Schwester Na'i und sicher auch durch seine Kundschafter schon lange, dass wir kommen".

"Also los, Naiiro. Auf zu unseren Freunden. Ich freue mich schon, Mor'anh endlich mal wieder zu sehen".

"Na gut, mein Reiter", rief Naiiro voller Freude, "halte dich fest. Jetzt geht's abwäääärts!"

Und während er die Flügel anlegte, um in einem wahren Sturzflug zu den Khentorei zu gelangen, machten sich plötzlich bei Jonal Gedanken breit, die nichts Gutes zu bedeuten hatten. Noch war sich Jonal nicht darüber im Klaren, was diese Gedanken bedeuteten. Ob es etwas mit Silberglanz, dem Herrn der Elben zu tun hatte?

Er würde es sicher bald erfahren.


________________________________________


Stirbt der Reiter, stirbt auch sein Drache ...


Zuletzt von Jonal am Mi 7 Sep 2011 - 3:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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