R d E - Revolution der Erben

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 Kapitel 1 - Ein sonniger Frühlingstag

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Ronel
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Volk: Thora

BeitragThema: Kapitel 1 - Ein sonniger Frühlingstag   Do 20 Dez 2012 - 10:22

Der Hahn krähte und die Aprilsonne stieg gen Himmel. Es wahr sehr früh am Morgen, als Ronel aufstand und sich nun umzog, um aus der Tür seines Zweithauses zu gehen, das er erst vor ein paar Jahren zusammen mit Freunden nicht weit von Nienanor und neben dem alten Gutshaus, das jetzt seine Werkstadt war, erbaut hatte.
Endlich, nach dem wirklich langen und kalten Winter, ließ die Sonne wieder die Wärme auf den großen Kontinent Almoria herab. Die Bäume hatten wieder Laub im Geäst und die Blumen sprossen in allen nur erdenklichen Farben.

Der Briefträger brachte wie immer sehr Früh die Post und Ronel erwartete einen wichtigen Brief aus Gondoria – Die Stadt der Bergarbeiter, wie sie auch oft genannt wird. Er erhoffte die Bestätigung zu erhalten, dass sie endlich das federleichte Metall Nesáthiel gefunden und geborgen hatten. Ronel brauchte es für eine seine Erfindungen und wenn sie es nicht liefern konnten, dann müsste er seine Pläne von Grund auf neu planen.

Heute hatte er aber noch etwas viel wichtigeres zu tun. Er nahm seine Post aus dem Kasten und brachte sie zum Gutshaus. Ronel war sowieso schon auf dem weg dorthin gewesen, denn er hatte im Keller des Hauses ein Geschenk für Minto stehen gehabt. Ronel legte die Briefe vorerst auf den Kaminsims des Arbeitszimmers, um am Abend dann wieder zurück zu kommen und sie zu öffnen. Schnell holte er das Geschenk und packte es in seinen Rucksack. Dann machte er sich wieder auf, um seinen alten Freund am nördlichen Stadttor Willkommen zu heißen. Minto hatte lange Zeit in Jingotwan gelebt und zog nun in die schöne Stadt Nienanor.

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Der einzige Groll, den man hier findet, ist der, den man selbst hegt.


Zuletzt von Ronel am So 17 März 2013 - 12:07 bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Jonal
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Volk: Sedanier

BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Ein sonniger Frühlingstag   Do 27 Dez 2012 - 6:09

1. Frühling in der Eiswüste


Naiiro, der letzte noch lebende goldene Drache, saß mit zusammengefalteten Schwingen ungeduldig am Ufer des großen Sees inmitten der sedanischen Eiswüste und trommelte mit seinen scharfen Krallen nervös auf die Eisfläche, in der ein riesiges Loch klaffte. Natürlich war er nicht wirklich aus purem Gold - seine glasklaren Schuppen und seine ledernen Flügel hatten eine grünliche Farbe, die das Sonnenlicht reflektierten und dabei in goldenem Glanz erstrahlten - und natürlich wartete er auch nicht darauf, dass das Loch wieder zufror. Nein - es war schließlich Frühling und er hatte Jonal dazu ermuntert, für einen bestimmten Zweck ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Und jetzt war er schon fünf Minuten unter Wasser … selbst für einen Sedanier bei diesem eiskaltem Wasser zu lange. Zumindest war das die Meinung von Naiiro.

Jonal war unterdessen an einer anderen Stelle aus dem Wasser gekrochen und saß jetzt, unbemerkt von Naiiro und unweit des hin- und herpendelnden Schwanzes, in der Frühlingssonne und wartete schmunzelnd darauf, dass der Drache anfangen würde, das Eis zu zerbrechen, um nach ihm zu suchen. Eigentlich war Jonal für derlei Unfug schon etwas zu alt. Aber durch Naiiro selber war er ein fröhlicher und aufgeweckter junger Mann geblieben, voller Scherze, Abenteuerlust und Tatendrang. Naiiro war nämlich sein mit ihm verbundenes Reittier und sein allerbester Freund. Sie waren geistig, seelisch und manchmal auch körperlich miteinander verbunden und überall war er als der Drachenreiter bekannt.

Plötzlich merkte Jonal, dass Naiiro innerlich schmunzelte. Er war mit seinen Gedanken zu heftig geworden, dabei weit an die Oberfläche des Bewusstseins gedrungen und Naiiro hatte die Signale natürlich sofort empfangen.

Naiiro drehte seinen Kopf langsam nach hinten und brummte freundlich: „Wenn du mich ärgern willst, musst du früher aufstehen. Und wenn du nicht üben willst, so ist es deine Sache. Aber wenn du deinem Vater versprochen hast, an den sedanischen Sommerwettkämpfen teilzunehmen, um das Herrscherhaus würdig zu vertreten, dann hast du das zu tun, was ich dir sage.“

Jonal senkte beschämt den Kopf, ja natürlich hatte er das versprochen. Trotzdem musste er über das ernste Gesicht lachen: „Du hast ja recht, Naiiro. Mir sind mal wieder die Pferde durchgegangen und …“

„Wenn das nur die Pferde wären, wäre es ja noch zu verstehen“, unterbrach ihn Naiiro und zog die nur schwach ausgebildeten Augenwülste hoch. „Aber es ist ja so, dass du in letzter Zeit öfter durchgehst. Und das ist … ähm … vorsichtig gesagt: nicht gut. - Jetzt rein ins Wasser. Drei Minuten reichen mir. Ab mit dir.“

Noch einmal grinsten sich die beiden ungleichen Freunde an und Jonal sprang folgsam…



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Ronel
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Volk: Thora

BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Ein sonniger Frühlingstag   So 24 März 2013 - 9:06

Ronel wohnte ein ganzes Stück entfernt in den umgebenen Wäldern von Nienanor . Das Gutshaus lag auf einer großen Lichtung und westlich davon floss ein Rinnsal in Richtung Süden, das vermeintlich in den großen Gamschi mündete. Vor Ronel lag also ein nicht ganz so kurze Weg bis er an das Nordtor der Stadt gelangen würde.

Die Wälder von Nienanor waren nicht so düster und dicht wie der Fluchwald. Sie hatten eine friedlichere Atmosphäre und es hausten dort auch keine grauenerregenden Kreaturen wie im Westwald. Es gab keine Wölfe es gab nur Rehe, Wildschweine, Füchse, Eulen und flinke Karnickel, die ab und an vor Ronel über den Weg sausten.

Er folgte einem breiten Pfad entlang auf dessen Seiten hochgewachsener Farn wuchs und ihn zu überlappen versuchte. Der Pfad war so breit, dass sogar locker eine Kutsche darauf Platz gefunden hätte. Dennoch kamen auf diesem Wege viel zu wenig Menschen vorbei und dieser war deshalb auch nicht so gepflastert, wie die große Südoststraße, die um diese Wälder herum führte. Früher war dieser Wald noch öfters besucht worden als noch sein Großvater Niloff lebte. Er hatte früher am Gutshaus große Geburtstagsfeten veranstaltet. Niloff wurde nämlich stolze 165 Jahre Alt und somit war er älter als jeder bekannte Thora zuvor – und seine Geburtstage wollten natürlich ausreichend gefeiert werden!

Ronel war nun einige Zeit unterwegs und sein Prototyp einer mechanischen Uhr, die er in der Hosentasche dabei hatte, zeigte an, dass schon eine Dreiviertelstunde seit der Reise vergangen war. Üblicherweise brauchte er von seinem Gutshaus bis zur Stadt eineinhalb Stunden und war deshalb nun auf der Hälfte der Stecke angelangt. Der Wald war auf hügeligen Terrain gewachsen und bis zu diesem Punkt an, ging es immer leicht Berg ab und wieder Berg auf. Nun verlief Ronels Weg fortan hinunter in das geebnete Tal weit vor der Küste und von dieser Anhöhe, auf der er sich gerade befand, konnte er schon in der Ferne die östliche Seite Nienanors erblicken.


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Volk: Sedanier

BeitragThema: Re: Kapitel 1 - Ein sonniger Frühlingstag   Mo 13 Mai 2013 - 21:50

2. Der Minister für innere Angelegenheiten hat Sorgen

Es war bereits dunkel, als sie sich wieder leise in den Palast schlichen. Nicht wenig erstaunt war Jonal, als er am Fenster stehend einen Mann in einem grünen Gewand erblickte. „Ein Minister“, dachte er und schaute Naiiro fragend an. Er selber hatte vor einigen Jahren dafür gekämpft, dass Sedanien eine demokratische Regierungsform bekam, mit allen Entscheidungsbefugnissen des Volkes. Aber noch nie zuvor hatte er einen gewählten Vertreter der Regierung, erkennbar durch eben diese grünen Umhänge, zu Gesicht bekommen. Es war Naiiro, der sich durch eine geräusch-verursachende Bewegung bemerkbar machte.

Der Minister drehte sich um. „Ah, da bist du ja“, meinte er fröhlich, „ich habe dich gar nicht kommen hören.“

„Habt Ihr auf uns gewartet?“ fragte Jonal schmunzelnd, aber etwas unsicher.

„Ja.“ meinte der Minister selbstbewusst und strahlte Jonal mit seinen schneeweißen Zähnen an. Dann fiel sein Blick auf Naiiro. „Zumindest auf ein Mitglied des Königshauses“, fügte er gezwungen freundlich schnell hinzu.

„Wenn Ihr meint, Naiiro gehöre nicht dazu, dann könnt Ihr nicht mich meinen. Aber vielleicht leidet Ihr ja auch unter einer Drachophobie!“

Eine steile Zornesfalte erschien auf der Stirn des Ministers. „Ich möchte doch sehr bitten“, stieß er zischend hervor. „Auch wenn du ein Prinz bist: Du stehst vor dem Minister für innere Angelegenheiten!“

„Der das zu tun hat, was das Volk ihm vorschreibt“, ergänzte Jonal den Satz, der bewirkte, dass das Gesicht mit der Zornesfalte augenblicklich anlief wie eine überreife Tomate. „Außerdem habe ich den Prinzentitel vor einigen Jahren abgelegt und bin ein ganz gewöhnlicher Sedanier, der volles Vertrauen in das vom Volk gewählte Parlament legt. - Was wolltet Ihr denn von mir?“

Das beruhigte den Minister wieder, die Röte und die Zornesfalte verschwanden langsam und er räusperte sich ausgiebig. „Dein Vater ist sehr beschäftigt mit den Vorbereitungen zu den Sommerwettkämpfen. Da nun in unserer Verfassung steht, dass das Parlament, wenn es Probleme erkennen sollte, die es nicht selber lösen kann, das Königshaus zu Rate ziehen kann, bin ich abgesandt, um einen Rat zu erbitten.“

„Weil mein Vater aber nicht verfügbar ist …“ Jonal ließ den Satz ganz bewusst unvollendet.

Der Minister seufzte tief und ließ seinen Kopf auf die Brust fallen. „Ja…“, wiederholte er noch mal. „Deine Mutter will von Regierungsgeschäften nichts wissen und die beiden Schwestern haben keine Ahnung. - Oh Verzeihung, das wollte ich nicht …“ überrascht über sich selbst schlug er eine Hand vor den Mund.

Jonal schmunzelte. „Und jetzt wolltet Ihr mich fragen. Und stellt dabei fest, dass das auch nicht geht, weil Naiiro dabei ist.“

„Oh nein, nein!“ beeilte sich der Minister zu dementieren. „So war das nicht gemeint. Natürlich kann er dabei sein. Es ist vielleicht sogar von Vorteil. Denn er kann ja fliegen und sich die Sache mal etwas näher betrachten.“

Jonal wurde misstrauisch. „Welche Sache?“ fragte er vorsichtig.

„Nun ja“, druckste der Minister etwas herum. „Unsere Astronomen haben zusammen mit den Astrologen etwas entdeckt, was Auswirkungen haben könnte. - Vielleicht …“ Unter den unergründlichen Blicken Naiiro’s wurde er unsicher und grinste verlegen: „Vielleicht auch nicht. - Unter Umständen, meinte ich. - Wir meinten nur: Vielleicht ist das wichtig.“



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